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srUf einem Sonntag einfällt > das Osterfest bis aufden nächstfolgenden Sonntag verlegt werde. Dasleytere soll auch geschehen, wenn es sich fügte, daßder Ostersonntag auf den ersten jüdischen Ostertazfiel, um niemals mit den Juden zugleich Ostern zufeyern.
§. 914. Im gregorianischen Calender wird nlln derOstervollmond nach den kirchlichen Epacten berechnet, weilsolche aber Nicht genau mit dem Himmel übereinstimmen,so gingen die evangelischen Stände, als sie 1700 den neuenCalender annahmen, iN diesem Puncte von den Gregoria-nern ab, und beschlossen, daß der Ostervollmoud in ih-rem verbesserten Calender, so wenig nach der im ju-lianischen Calender gebräuchlichen dionysischen Rech-nung als den gregorianischen iLpacren, sondern nachrichtigen astronomischen Rechnungen bestimmt wer-den sollte; da nun damals die rudolphinischen Mondtafelnvon Wepler für die richtigsten gehalten wurden, so beschloßman, nach denselben allemal das Frühlingsaquinoenum,und hikrnächst den darauf folgenden Vollmond unter demMeridian von Uranienburg *) zu berechnen, und darnachOstern zu feyern. Folglich wurden hiedurch in dem verbes-serten protestantischen Calender die alten chronologischenCirculn zur Bestimmung der Feste völlig bey Seite gesetzt»
§. 915. Bis Ao. 172Z zeigte sich zwischen den astro-nomischen Rechnungen der Protestanten und der cyclischen
Die auf der InselHwe« im Sunde ehemals gelegene berühmtetychonische Sternwarte-