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2 (1793)
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Vierzehnter Abschnitt.

Von der Gnomomk oder Sonnenuhrkunst»

Allgemeine Vorstellung dieser Wissenschaft.

K. 8,7>

Der scheinbare tägliche Umlauf der Sonne, ist füralle Bewohner der Erde der Grund ihrer Zeilabkheilungen,und man ist schon sehr frühe darauf verfallen, an der dahereinstehenden veränderlichen Lage des Schattens, den alleKörper vom Sonnenschein und der Sonne gerade gegen überabwerfen, die einzelnen Theile des Tages, als Stunden mzu bemerken. Die Gnomomk lehrt, wie auf horizontalen,vertikalen, und schiefliegenden Ebenen, auch KugelflachenSonnenuhren zu verzeichnen sind, die durch den Fortgangdes Schattens von einem aufgerichteten Zeiger, an gewissengezogenen Linien die Stunde angeben. Da aber der schein-bare Lauf der Sonne gegen den Horizont unter allen Polhö-hen nicht auf eine gleiche Art in die Augen fällt, so werdenbey den Zeichnungen einer Sonnenuhr, außer astronomi-schen auch Kenntnisse der geographischen Lage der Oertcr vor-ausgesetzt, und die Geometrie lehrt alsdann die Regeln ih-rer Entwerfung nach allen vorkommenden Fallen. Man hatauch auf Mittel gedacht, den scheinbaren Fortlauf des Mon-des und der Sterne zur Erfindung der Nachtstunden anzu-wenden, und die Gnomomk giebt Anweisung zur Verferti-gung der Mond- und Sternuhren»