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2 (1793)
Seite
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kürzte die Monate von zo Tagen ab, und führte noch zweyMonate, nemlich den Januar zu 29 Tage, als den ersten,und den Februar von 28 Tagen als den letzten Monat desJahrs ein, woraus ein Mondenjahr von 355 Tagen ent-stand. Im Jahr 450 vor Ch. G. ließ man aus politischenUrsachen den Febr. gleich auf den Januar folgen. DiesesMondenjahr wich aber vom Sonncnjahr Tage ab, unddaher trat die Sonne nach dreyen Sonnenjahren einen gan-zen Monat früher in ein und dasselbe Zeichen des Thier-kreises, und in 36 Jahren waren die Jahreszeiten, ihreWitterungen und die darin vorzunehmenden Beschäftigungenin allen Monaten eingefallen. Diese Abweichung, und daßdas Mondenjahr um einen Tag zu groß gerechnet wurde,machte bey den Römern eine oftmalige Einschaltung ver-schiedener Tage nothwendig, wodurch die Calenderrechnung,die damals den Priestern überlassen ward, sehr verwickelt,und da diese in der Folge die gehörigen Einschaltungen ausUnwissenheit vernachlaßigten, oder willkührliche vornahmen,zugleich unrichtig ausfiel. Zu Julius Casars Zeiten, etwa50 Jahre vor Christi Geburt, wich der Calender schon um79 Tage von dem Stand tur Sonne, mit welchem er ehe-mals zutraf, ab, und dieser Kaiser war daher auf eine ge-schickte Verbesserung des Calenders bedacht. Vornemlichging seine Absicht dahin, die bürgerlichen Jahre mit denastronomischen so zu vereinigen, daß eine jede Jahreszeitoder der Eintritt de? Sonne in ein neues Zeichen bestandigauf einen gewissen Monatstag einfallen, oder doch in derFolge der Zeit sich nicht merklich davon entfernen möchte.