( 8Z5 )nenwende zu diesen Untersuchungen, weil sich alsdann dieAbweichung der Sonne unmerklich verändert.
§. 84z. Im bürgerlichen Leben dienen auch die Mit-tagslinien, um die Uhren darnach zu siellen, und es könntedaher sehr nützlich seyn, wenn auf dem Marktplatze einerStadt eine senkrecht stehende Säule, eine Pyramide oderSpitzkegel als ein Gnomon oder Sonnenzeigev errichtetwürde, anderen Schatten sich die Zeit des wahren Mittagsfinden ließe, oder in Kirchen, die gcwönlich hohe Gewölbehaben, auf eine ahnliche Art, wie auf den Sternwarten,eine Meridianlinie gezogen wäre. Je höher der Gnomon,oder die Oefnung, wodurch die Sonne zu Mittage scheint,über dem Boden ist, um desto genauer wird der Augenblickdes wahren Mittags gefunden. Die ersten astronomischenInstrumente zur Beobachtung der mittägigen Sonnenhöhenaus der Länge des Schattens, waren bloße als Gnomonsaufgerichtete Säulen oder Pyramiden. Unter andern ließder Kaiser Augustus auf den Feldern des Mars bey Rom,einen nbZ römische Fuß hohen Obelisk, zu einem Gnomoneinrichten. Er ist noch in Rom, aber zerstört, zu sehen.Der ägyptische König Sesosiris ließ ihn Y60I. vor Ch. Geb.verfertigen. Der größte bisher bekannte Gnomon wurdeim izten Jahrhundert vonToscanella zu Florenz errichtet,»>,d seine Höhe ging auf 280 Fuß. Die berühmte in derPetroniuskirche zu Bologna, von Cassini gezogene Mit«tagslinie ist i Zo Fuß lang, und in dem marmornen Fußbo-den dieser Kirche fingerdick von Metall eingelegt. Die HS-
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