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K. 8z8. Den Alten waren die Sonnenuhren unstrei-tig unentbehrlicher a!S uns, da man in neuern Zeiten me-chanische Uhren erfunden,» die sows! beyTage als bey Nachtdie Stunden zeigen; statt daß die Sonnenuhren nur dieTageszeit, und wegen des oftmaligen trüben Himmels, nurselten bemerken. Unterdessen, da unsereTaschen-undPen-duluhren, vorausgesetzt, daß sie sonst einen richtigen, daSist, einen gleichförmigen Gang haben, nur die mittlere Son-nenzeit weisen können (§ ißz), welche bis jetzt noch fast garnicht im gemeinen Leben gebraucht wird, so müssen wir denGang dieser Uhren durch Sonnenuhren von beträchtlicherGröße, die richtig aufgestellt und entworfen, allemal nachdem wahren ungleichen Lauf der Sonne, die wahre oderbürgerliche Zeit ai?zeigen, von Zeitz» Zeit prüfen, oderuntersuchen» wie viel sie von dem für die Zeit der Beobach-tung statt findenden Unterschied zwischen der Mittlern undwahren Zelt 134) abweichen. Selbst der Astronom isthiezu genöthigt, wobey er sich aber gemeiniglich nur einerLNittagslinie bedient, die nach astronomischen Beobach-tungen zu mehrerer Genauigkeit in einer weit größern Länge,als auf den Sonnenuhren anzubringen ist, gezogen wor-den, wobey die Bemerkung des Augenblicks, da der Schat-ten auf diese Linie fallt, die Zeit des wahren Mittags giedt.
§. 8ZY. Die Gnomonik wird dadurch ziemlich weit-läuftig, daß i) die gewöhnlich angebrachten Sonnenwcisetnur für diejenige Pvlyöhe ooer Breite gelten, für welkendie Uhr verfertigt worden, und daß demnach eine andereBreite einen veränderten Entwurf der Linien der Sonnen-