( ?6l )
unterdessen größte Kreise der Erdkugel, sobald ein Schiffentweder beständig unter einem und demselben Meri-dian, folglich gerade gegen Süden oder Norden, oder un-term Aequator; hingegen kleinere Kreise, wenn es bestän-dig unter irgend einem parallelkreis des Aequatorsseegeln könnte. In den beyden letztern Fällen ginge derSchiffscours gerade gegen Osten oder Westen, ohne Verän-derung der geogr. Breite, und im erster« Fall gerade gegenNorden oder Süden ohne Veränderung der Länge. UndNur auf diesen Fahrten würde der Seefahrer nach einer ein-maligen Umschiffung der Erdkugel oder ihrer sämtlichen Me-ridiane und Parallele wieder gerade den Ort seiner Abreiseauf dem kürzesten Wege erreichen. Alle übrigen loxodromi-schen Linien aber führen den Schiffer durch alle Meridianeder Erdkugel herum auf Umwegen, nnd niemals wieder inden Hafen der Ausseegelung zurück.
§. 779- Der Seefahrer würde nun sehr verlegen seyn,wenn er auf dergleichen Seecharten, worauf die loxodromi«schen oder Windlinien gekrümmt erscheinen, den zurückge-legten, oder noch zu nehmenden Weg seines Schiffes ver-zeichnen sollte. Wie würde er z. B. den Compaßstrich fin-den, der ihn von c; nach führt, oder, mit welchen Schwie-rigkeiten wäre wenigstens nicht die Entwerfung desselbenverbunden? Ueberdem kann der Schiffer nie unter einemund demselben Strich sehr große Reisen machen, sondern ist
Globen oder Charten anmerkt und durch Striche zusammen-zieht, so ergeben sich die lvxodromischen Linien. DergleichenTafeln stehen unter ander» in Vlaciks Siiiustasetn.''
Bdb 5