( 754 )zu bestimmen, ob und wie es dadurch von feinem wahrenLauf abgeleitet worden.
§. 774. Man weiß z. B. daß das Weltmeer zwischenden Wendecirculn sich beständig von Osten nach Westen be«wegt, und daß es zwey bis drey Meilen in einem Tage zu-rücklegt, welcher Seestrom von der taglichen scheinbarenBewegung des Mondes, dem daselbst bestandig wehendenOstwinde und der Umwälzung der Erdkugel herzuleiten ist.Seegelt nun der Seefahrer unter diesem Himmelssirichnach Westen, so zeigt das Logg nur an, wie viel ein Schiffsich geschwinder als die See bewegt hat; geht aber der Laufdes Schiffes nach Osten, so wird es durch den Strom desWassers von daher, immer etwas wieder zurückgeführt, undder Schiffer wird, nach dem Logg zu rechnen, einen grös-ser» Weg gemacht zu haben glauben. Seegelt aber einSchiff unter dem heißen Erdgürtel von Süden nach Nor-den, oder von Norden nach Süden, so wird es mit der Log-leine parallel von seinem Wege nach Westen abgeführt, undwenn Fig. 146. der Lauf des Schiffes nach dem Winde,während des Versuchs mit der Loggleine, und /e v mittler-weile die Richtung und Geschwindigkeit des Seestroms (dieAbtrift) wäre, so würde das Schiff, anstatt nach ö zu konr-men, in » angelangt, und folglich ^ll, die Diagonallimedes rechtwinklichten Parallelograms der zurück-
gelegte Weg in Absicht der Wasseroberfläche seyn. Gehtendlich der Lauf des Schiffs unter einem gewissen WinkelMit der Richtung des Seestroms vor sich, so macht dasSchiff gleichfalls einen großem oder kleinern Weg, «ls die