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2 (1793)
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Bit der Erdaxe zusammenfallen, und zu beyden Seiten ahn-liche und gleiche Hälften des sphäroidischen Erdkörpers ineiner gleichen Lage haben; nun theilt zwar in allen übrigenGegenden der Erdbahn jene Ebene die Erde in zwey gleicheHälften, allein diese Hälften haben gegen dieselbe nichtähnliche Lagen. Die anziehende Kraft des Mondes oderder Sonne kann also nicht gleichförmig auf die Theile derErdmassen an beyden Seiten dieser Ebene wirken, sie wer-den verschiedentlich angezogen, an der rechten Seite (vonder Sonne oder dem Mond aus betrachtet) mehr als an derlinken, vielleicht, weil die Erde sich aus beyden Himmels-körpern betrachtet gegen die linke Hand hin bewegt oder zubewegen scheint, folglich leidet die Lage der Erdaxe gegendie Axe ihrer Bahn am Mittelpunkt der Erde rechts herumeine Veränderung, und die Aequinoctiallinie weicht daherNach Westen zurück.

§. 610. Die Wirkung der Sonne bey dieser Zurück-weichung muß beständig gleichförmig seyn, weil die Erdepm die Sonne jährlich die nemliche Bahn beschreibt, sie be-trägt nach der Berechnung 16"; allein die Wirkung desMondes, die zugleich weit beträchtlicher ist, und 34" gerech-net wird, zeigt sich ungleich, weil die Bahn des Mondesschräge gegen die Erdbahn liegt, und weil sich deren LageVermöge der Verrückung seiner Knvtenlinie beständig än-dert, und erst nach einer Periode von 19 Jahren wieder einegleiche Stellung gegen den Aeguator erhält (§. 476). Durchdie gemeinschaftliche Wirkung der Sonnsund des Mondesist also schon die jährliche Zurückweichnng Nicht mehr gleich