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3 (1836)
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die Hoffnung erfüllt, welche wir deshalb im zweiten Be-richte ausgesprochen, so daß der im Asyl in sie gestreutegute Saaure nicht ganz vergebens gewesen zu sein scheint.

Die Arbeiten und Lasten der Vorsteherinn und Ge-hülfinn der Anstalt wurden in diesem Winter noch beson-ders vermehrt durch eine 8vwöchcntliche Krankheit dreierPfleglinge, deren eine im Gefängniß von einem Krätz-ausschlage schlecht geheilt worden war. Dieser brach hierwieder aus, und, als sie es entdeckte, hatte sie schon 2andere damit angesteckt. Um diese 3 möglichst bald zuheilen, und die übrigen, deren damals noch 5 in derAnstalt waren, vor der Ansteckung zu sichern, übernah-men die beiden Pflegerinnen mit edler Aufopferung diePflege der Kranken, nicht achtend die Gefahr, selbst an-gesteckt zu werden.

Der Herr hat sie aber gnädig vor der Ansteckungbewahrt, auch ihre geistige und körperliche Kraft fort-während mächtig gestärkt, wofür wir ihn um so mehrpreisen müssen, da ihre Stellung so schwierig und ihrAmt ein ganz besonders geistermudendes und die Kräfteaufreibendes Amt ist.

Das häufige Kommen und Gehen der Pfleglinge,welche, wenn sie kaum gehörig bearbeitet, angelehrt underzogen sind, wieder durch neue ersetzt werden, bei wel-chen dieselbe Mühe von vorn anfangt, das unausgesetzteBeaufsichtigen und Bewachen dieser Personen bei Tagund bei Äacht, welche sich bisher meist Jahrelang ineinem Pfuhl von Sünden gewälzt haben, und selbst imGefängniß oft nur noch verschmitzter und verderbter ge-worden sind, ihre furchtbare Eigengercchtigkeir, ihr frecherTrotz und schlcchtvcrhehlte Bitterkeit gegen die liebendeZucht der mütterlichen Pflegerinnen zu der einen Zeit,chre heuchlerische Augendienern zu der andern, die roheUnwissenheit und der ungeheure Leichtsinn selbst bei man-chen besseren, dazu die Anfechtungen der Unglücklichenpon außen her, denen man sie nicht ganz entziehen kann,da sie in die bürgerliche Gesellschaft wieder eingeführtwerden sollen, von wo man auf sie als auf eineleichte und erlaubte Beute von allen Seiten Jagd machsidies alles täglich sehen, hören und dagegen kämpfen zr;müssen, und doch nach mehrmonatlichem Kämpfen, Wa-chen und Pflegen nicht selten die schönsten geistigen Hoff-nungen bei ihren Pflegekindern in einem Äugcnblick zer-