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3 (1836)
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X X So?-'' D r i t ter Bericht

über

-as evangelitche Asyl kür weiblicheEntlattene

zu Kaiserswerth,von Ende Juni 1835 bis Ende Juni 1836.

Auch wahrend des jetzt abgelaufenen dritten Jahres sei-ner Wirksamkeit strebte das Asyl nach möglichster Er-reichung seiner Aufgabe: denjenigen ticfgefallcncn weibli-chen Entlassenen evang. Confession, welche wahrend derHaft Hoffnung zur Besserung erweckten, und nicht selbstein passendes Unterkommen finden konnten, einen Zu-fluchtsort zu gewahren, wo sie bei Arbeit, christlicherUnterweisung und Zucht den Ernst der Sinnesänderungbewahren und starken konnten, und ihnen nachher einenDienst bei wohlgesinnten Herrschaften zu verschaffen.

Seit dein Bestehen der Anstalt sind 34 Pfleglingedarin gewesen, und 14 im Laufe des verflossenen Jahres.

Bon diesen 14 hatten sich 3 des Diebstahls undder Lüderlichkeit, 1 der Landstreichcrei und Lüderlichkeit,

2 der Landstreichcrei und Trunksucht, 3 des Dicbstahls,

3 öffentlicher Unzucht und 2 der Landstreichcrei schuldiggemacht.

Die Beschäftigung, Beaufsichtigung und Erziehungderselben ist von der Borstcherinn und der Gehülfinn, denFraulein Göbel und Scheuten, und ihre religiöseUnterweisung und Seclenpflege von Pfarrer Fliednerin derselben Weise, wie der 2te Bericht nachwies, indiesem Jahre fortgesetzt worden.

In dieser Pflege haben wieder erfreuliche Erfahrun-gen mit schmerzlich "betrübenden gewechselt.