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3 (1836)
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worden. -Wir mußten sie demnach der Polizei ihrer Hei-mat!) überweisen.

Mit dem Betragen der übrigen 11 Pfleglinge imAsyl durften wir im Ganzen zufrieden sein. 5 derselbenbaden Spuren einer gründlichen Bekehrung gezeigt, undwenn schon das neue Leben in ihnen noch schwach ist,und durch mancherlei Anfechtungen bedroht worden, sohoffen wir doch, daß der treue Hirte, der die verirrtenSchaafe gesucht und zu sich zurückgeführt, sie auch fer-ner leiten und auf dem schmalen Wege bewahren werde.

8 derselben haben wir passende Dienste verschafft,und 3 befinden sich noch im Asyle.

Eine dieser Pfleglinge kam vorigen Sommer, 15Jahre alt, in die Anstalt, ohne konsirmirt zu sein, undohne Schulkenntm'ssc, da sie durch die Schuld leichtsin-niger Eltern wilv aufgewachsen und zum Betteln ausge-schickt worden war, auf welchem Wege sie denn auchstehlen gelernt hatte. Dies Kind war anfangs sehr tragezur Arbeit, widerspenstig und stumpfsinnig für alles Gei-stige. Allmählig entwickelten sich bessere 'Keime, so daßes lernbegierig und fleißig wurde, auch gegen die nochmächtigen bösen Triebe ernstlich kämpfte.

Am Sonntag vor Pfingsten d. I. konnte es consir-mirt werden, und, nachdem wir es wegen seiner Jugend10 Monate im Asyle gepflegt, haben wir es Pfingstenin Dienst zu einer christlichen Herrschaft gebracht, wo essich bis jetzt zu ihrer Zufriedenheit betragr.

Von den 7 andern Pfleglingen, welchen wir pas-sende Dienste verschafft, hat sich eine bald daraus vcr-hcirathet, und betragt sich noch recht gut. 4 führen sichzur Zufriedenheit der Herrschaften auf, welche sie mit derNachsicht und Liebe behandeln, deren sie noch bedürfen.Die 6te hat sich aber im Dienste dem Trunk wieder hin-gegeben, und die 7te ist nach wenig Tagen aus demDienste entlaufen. Da wir zu ihr, als einer alten Va-gabundinn wenig Vertrauen besaßen, so hatten wir diesbei ihrer Vermiethung der Herrschaft nicht verschwiegen.

In Berreff der 10 früher in Dienst untergebrachtenAsylspfleglinge, von welchen wir im zweiten Jahresbe-richt meldeten, daß sie noch die Zufriedenheit ihrer Herr-schaften besäßen, wenn auch nicht alle in gleichem Grade,