er gestirnte Himmel ist keinesweges, wie eS wohl ans den er-sten Blick scheint, nur mit einer einzigen Art von Körpern be-deckt. Diese lichten, runden, weiß- oder weisigelb gefärbtenSterne sind nicht die einzigen Bewohner jener fernen Gegenden,und die Natur, deren Mannigfaltigkeit in ihren Wirkungen undErzeugnissen wir schon aus dieser Erde zu bewundern so oft Ge-legenheit haben, hat dieselben Eigenschasre» außer uns, in demendlosen Welrenraume, in einem noch viel höheren Grad ent-wickelt.
lVersehiedenlicit der «Keslirnc im Allgemeinen.) Schon bey diesenKörpern selbst, die wir mit dem Nahmen der Fixsterne zu bezeich-nen pflegen, zeigen sich, bey einer nähere» Betrachtung derselbendurch gute Fernrohre, sehr auffallende Verschiedenheiren. Meh-rere unrer ihnen erscheine» so groß und lichtstark, daß man sieschon nur sehr mäßige» Fernröhren, selbst im Augenblicke des Mit-tags, sehen kann, wahrend im Gegenrheile eine ungleich grö-ßere Anzahl derselben so klein ist, daß man sie selbst mit denstärksten Tclescopen nur mit Muhe erblickt. Auch die weißgelbeFarbe derselben ändert sich stufenweise durch alle Nuancen vondem blendendsten Weiß bis zu dem tiefsten Gelb, und selbst biszur eigentliche» blut- und purpurrothen Farbe. Viele von ihnenscheinen ihre Größe sowohl, als auch ihre Farbe mit der Zeit zuändern. So zeichnet sich jetzt Sirius, der schönste aller Fixsterne,durch seine weiße Farbe aus, während ihn die alten griechischenund römischen Dichter durchaus als roch bezeichneten. So ist C a-stor, der früher der größere unter den Heyden Sternen war,die unter dem Nahmen der Zwillinge bekannt sind, jetzt offenbarder kleinere, und die sieben Sterne des großen Bären scheinenihr Licht unter einander beständig zu wechseln.