(Veränderliche Ktcrncss Merkwürdiger noch sind die sogenann-ten veränderlichen Sterne, welche ihr Licht periodisch undin oft sehr kurzen Zwischenräumen wechseln. Hieher gehört z. B.der wunderbare Stern im Walisisch (unter der Benennung <)mi-cron oder 5Iira Lati bekannt). Er glänzt durch nahe vierzehnTage, in seinem schönsten Lichte, als ein Stern der zweyten Größe.Darauf nimmt er durch volle drey Monate ab, wo er immer klei-ner wird, bis er endlich, am Schlüsse dieser Zeit, gänzlich ver-schwindet. Während der nun folgenden fünf Monathen bleibt ervöllig unsichtbar, und am Ende derselben erblickt man ihn wiederals einen sehr kleinen Stern, der aber allmählig wächst, und inneuen drey Monathen wieder seinen ersten größten Glanz erhält.Die ganze Periode seines Lichtwechsels von einem größten Glänzebis zum andern währt 332 Tage. Der schöne Stern /Z im Per-seuS (oder Algol im Mednsenkopfe dieses Sternbildes) hat im Ge-gentheile eine sehr kurze Periode von nur 2 Tagen und AH Stun-den, in welcher Zeit er sich von der zweyten bis zur vierten Grö-ße ändert und zwar so, daß er 2 Tage und 13 Stunden in sei-nem größten Glänze scheint, dann schnell abnimmt und in 3!Stunden schon sein schwächstes, aber auch schon in den 3! näch-sten Stunden wieder sein hellstes Licht erreicht. Jener wurde vonFabrieius i. I. 1596 entdeckt und die Veränderlichkeit desletzten erkannte zuerst der astronomische Bauer Palilsch beyDresden, von dem Hörschel so schön als richtig sagt: IIa rvasa ^easaot 1>^ Station, auch an ^csti onoiner 1>^ natura,
(ld>lcue Aternc.) Hiehergehören auch die sogenannten neuenSterne, die plötzlich, und meistens in einem sehr hellen Lichteam Himmel erschienen, während der Dauer ihrer Sichtbarkeit ihreStelle unverändert beybehielren und dann, nach einiger Zeit, wie-der verschwanden, ohne auch nur die geringste Spur ihres Daseynszurück zu lassen. Ein solcher neuer Stern war jener, den TychoBrahe im November des Jahres 1572 in der Cassiopeia entdeckteund der im März 1574 wieder verschwand. Einen ähnlichen sahKepler i. I. 1504 im östlichen Fuße der Ophiuchus, dessenSichtbarkeit ein volles Jahr währte, und Cassini i. I. 167l)