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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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vo» Hochstetten den Gouudsieiu zu dem gegenwärtigen^),wovon jedoch erst unter seinein vierten Nachfolger 1320 derChor vollendet und feierlich eingeweiht wurde, indem die Un-ruhen jener Zeit viele Störungen im Bau veranlaßt zu habenscheinen. Erzbischof WilhelmuS (s 1362) errichtete einenHochaltar, so wie sein eignes Grabmal. Von dem älterenDom besteht keine Zeichnung; man weiß nur, daß er zweiChöre über Crypten, zwei hölzerne Thurme und daü Schiffauf jeder Seite 10 Fenster hatte.

lieber die so oft besprochene Frage, ob man diesen über-herrlichen Bau, das Riesenwerk ohne Gleichen'"), vollendensoll, sei) es dem Verfasser erlaubt, seine Ansicht mit wenigenWorten hier auszusprechen.

Wie diese Vollendung technisch nicht unmöglich, ja wiesie nicht einmal schwierig sey, bedarf für den praktischen Archi-tekten keines Beweises. Ihm ist es zur Genüge bekannt,welche ungeheueren Fortschritte Mechanik, Technik und Meß-kunst i» neuerer Zeit gemacht. Der Nichtprakliker dagegenmag an den dortigen neuesten Restaurationen, die wir unddie Welt unserem frommen Könige nicht genugsam verdankenkönnen, sich eben so leicht hiervon überzeugen. Cs handeltsich also einzig um die erforderlichen Geldmittel, welche nach

'z Das Prachtwerk über den Dom, welches wir Sulpiz Bois-scrse's großsinniger Aufopferung bedeutender Summen verdan-ken, ist weltbekannt. Um es gemeinnütziger zu machen, wäre eineverkleinerte Ausgabe sehr wünschenswerth. Das Dombiichclchcnvon de Noel, dem Bcwahrer der Wallraf'scheu Sammlung,einem Manne von seltenem Kunstsinne und der ausgcbreitetstenGeschichtskenntniß, verdient Jedem empfohlen zu werden.

') I>r. Whewell in seinem trefflichen, noch viel zu wenig bekann-

briclxe I8Z0 sagt von ihm S. 67 so schön wie wahr: cvwgmr« catko-

ppleiulia, sna gorbap6 Uio eurliest oxbibltian ot tlm beautios ottlu» st)io. Boisserse nennt ihn noch schöner und leider nochwahrer »ein doppeltes Denkmal des erhabensten Geistes, und be-harrlichsten Willens und kunstreichsten Vermögens, und hinwieder,der alles störenden Zwietracht, ein Sinnbild der gssammtcn Ge-schichte des deutschen Vaterlandes".

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