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Rhein. Dort befindet sich auch noch ein Stadtthor, desseninnerer der Stadt zugekehrter Theil, gemäß den daran aus-gestellten rohen, kurz geschürzten Statuen wenigstens römischseyn könnte. Die Franziskanerkirche, seit I8l8 Pferde-stall, gehört, wie schon früher bemerkt, zu den seltenen, welchegleich Anfangs zwei Schiffe erhielten; es bestand hier schon124« eine Kirche. Die gegenwärtige ist zwischen 1414 und14«3 erbaut, auch wurde 1489 eine Statue der heil. Jungfrauin derselben geweiht. Der großartige Thurm am uutcrnEnde der Stadt ist gegen 1520 errichtet, in welchem Jahredie Stadt mit dem Erzbischof Hermann von Köln wegendessen Bau unterhandelte. Der Nhcinkrahncn wurde >534errichtet, indem damals die Stadt die erzbischöfliche Bewilli-gung dazu erhielt; sein Bogenkranz mit der Attike darübergibt ein gutes Bild des Uebsrgangs vom Spitzbogenstil in denModernantiken, so wie das ehemals gräflich Leyenschc Hausohnwcit des Koblenzer Thors letzteren in seiner höchsten Blüthezeigt. Das bemerkte Zudenbad endlich, den Reisenden sooft als ein Römcrbad vorgeführt, ist wirklich nichts als einganz gewöhnliches Judenbad, dergleichen sich in allen Städten *)befinden, wo Juden wohnen, indem die Judenfrauen verpflich-
II0?>riUM Ilist. Irev. l. 11.
Da nun hiernach das alte Eastell dicht am Rheine lag, dieRuine des ehemaligen erzbischöflichen Schlosses aber ziemlich weitvon hier entfernt liegt, so folgert Schreiber S. 336 gar naiv,das; der Rhein seither seinen Lauf geändert haben müsse. Dengroßen runden Thurm mit dem gothischen Vogenkranz und einemMufchelgewölbe macht er natürlich zu einem Rö'merwerk.
*) Ein ähnliches in Koblenz ist ganz roh, ein anderes zu Fried-berg in der Wetterau dagegen sehr zierlich im Spitzbogenstil aus-geführt. Alle bestehen aus einem Brunnen, um welchen eineTreppe bis zum Wasser hinunterführt.