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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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tet sind, zuweilen ein Bad zu nehmen, und zwar in einemWasser, welches in das Becken geflossen seyn, und nicht hin-eingetragen oder gepumpt worden seyn muß. Gegen Endedes 13. Jahrhunderts hatten die hiesigen Bürger ihre Indenverjagt, auch ihre Häuser und Synagoge zerstört, mußten aberlaut eines schiedsrichterlichen Urthcils vom Jahre 1287 allenSchaden ersetzen und die Juden wieder aufnehmen, bis dieStadt endlich 1596 von dem kölner Erzbischof Ernest dasPrivilegium erhielt, alle abzuschaffen.

St. Thomas S. 109. Ein srommer Mönch, Jsenber-t u s, 1129 als Prior zu Herstellung der Klostcrzucht hierhinge-sendet, starb im Geruch der Heiligkeit, und wurde in der Kapelledes heil. Michael begraben, wo er sich besonders in Heilungvon Kinderkrankheiten wunderwirkend zeigte. Diese Kapelle imAeußern durch eine schöne Bogenstellung merkwürdig, im In-nern durch ein rein römisches Kreuzgewölbe, d. h. ein solchesmit geradlinigen, horizontalen Scheitellinien, ist hierdurch, sowie durch ihr bestimmtes Datum von besonder»! Kunsiwcrth,daher um so mehr zu bedauern, daß sie vor einigen Jahrenin Zellen für tobsüchtige Irren umgewandelt worden. Glück-licherweise ist daö Gewölbe stehen geblieben; es bleibt daherdie Möglichkeit, wohl gar die Wahrscheinlichkeit, sie einstenswieder hergestellt zu sehen, zumal jede Irrenanstalt gewißeiner Kirche bedarf, und nach den neueren Erfahrungen in derJrrenbehandlung dergleichen Zellen für unnöthig, ja für schäd-lich erklärt werden.

Leudrsdort' S. 171. Die Pfarrkirche besitzt einen guten,alten Taufstein, und die etwas unterhalb gelegene heil. Grab-kirche zeigt noch verzierte Spitzbogcnfcnster, obschon solche umdie Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut ist.

Namcdh S. 17>. Die kleine alte Klosterkirche aus demEnde des l5. Jahrhunderts, durch eine Reihe dünner Sänlcnin zwei Schiffe geschieden, gehört zu den niedlichsten; auch be-sitzt der Chor einiges Eigenlhümliche.

Fornich S. 172. Die Kapelle au der Straße wurde1369durch Johann von Irlich, Pfarrer zu Andernach erbaut.