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zierungcn und Formen. Auch besaß da§ Mittelschiff ursprüng-lich keine Holzdecke, wie St. Johann zu Niederlahustein, dieKirchen zu Ems und Vallendar, sondern ein Steiugewölbe;an dem Bogenwerk über den Fenstern wechseln schon Rund-bogen mit Spitzbogen.
Lag» S. 157. Die alte, sehr merkwürdige Klosterkirchebesteht aus drei verschiedenen Theilen; das Transcpt, 1202erbaut, zeigt noch nicht die leiseste Spur eines Spitzbogens,dagegen ein Kuppelgewölbe über dem Krenzfeld. Am späterangefügten einfachen Schiff (d. h. ohne Abseiten) ist der Rund-bogen zwar vorherrschend, doch findet sich der Spitzbogen überdem Portal und den nördlichen Fenstern. Die mit einge-schnittenen Bogen verbundenen Wandpfeiler mit kleinen aus-gekragten Nebenpfcilern beweisen, daß gleich bei der Erbau-ung rundbogige Gewölbe hierhin bestimmt, und die gegen-wärtige Holzdecke wohl nur vorläufig war, obschon die Mau-ern keine Strebepfeiler besaßen. Der Chor mag um 1400erbaut scyn; seine Grundform, sechs Seiten eines Achtecks,ist ganz eigenthümlich, und beim Eintritt gewährt seine starkeBeleuchtung durch die wegen der Ausbiegung beider Chorseitcnund der ungewöhnlichen Länge des Schiffs nicht sichtbarenSeitenfenster einen höchst malerischen Anblick, zumal dasTranscpt wenig Licht besitzt. Der metallene vergoldete undreich verzierte Kasten mit dem Arm des h. Simo n ist schens-werth. Probst Bruno von Bonn, später Erzbischof zuKöln,schenkte ihn hierhin 1204. — Auf der benachbarten Eisenhüttesind die Hütte, mit dem weiten eisernen, eine große Fahrbahnschwebend tragenden Dachgerüste, auf 22 F. hohen Säulen ruh-end, die Krahnen, welche sich um diese winden, das Ge-schützbohrwerk und eine englische Maschincndrehbank der größ-ten Art, für jeden Techniker höchst sehenswerth. Das dortigeMagazin verkauft unter manchen andern größern nnd klei-nern Gußwaarcn, Basreliefs mit den Schauseitcn alter Bau-werke, z. B. des Baptisteriums in Cobcrn, der Kirchen zuBonn, Andernach, Sinzig, Münsiermaiseld, des Rathhauseszu Münster, deS Grabmals von Erzbischof Cnno u. a. m.