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Der Vau des Kaufhauses bei St. Flvrin wurde 1479beschlösse», sein oberer Theil jedoch nach dem Braude von 1688rcstaurirt. Das neben demselben stehende ehemalige Schöffen-gcrichlshaus, mit dem niedlichen Erker auf der Moselseite undeinem an diesen stoßenden ungemein zierlich überwölbten Saal,wurde von Erzbischvf Richard 15Z0 erbaut. Die Mauer die-sem gegenüber mit einer kleinen Bogenstellung ist der ältesteund einzige Nest der zum Stift Flvrin gehörigen Nebenge-bäude. — Ein Haus nahe an der Kornpsvrte hat noch seineZinnonkrönung, so wie eine überwölbte Hausflur erhalten.Schräg gegenüber stehen zwei Bürgerhäuser mit wohlerhalte-neu Giebelfronten, um 1500 erbaut. Die schone große Vor-halle in dem Gebäude des königlichen Generalkvmmando's,dem ehemaligen leyenschen Hof, möchte aus derselbe» Zeitstammen. Von dem Gymnasial-Gebäude, den? ehemali-gen Jesuitenkvllegium, ist der Flügel nach dem freien Platz hin1695 von Kurfürst Johann Hugo, der anstoßende älterevon Kurfürst Johann von Schön enberg 1592, der südlicheältere von 1588.
DaS ehemalige kurfürstliche Residenzschloß nach denRissen des ältern Peyre mit einigen Aenderungen von dessenNachfolger Divnart von 1778 bis 1788 mit einem Aufwandvon 1,200 ,000 Thaler trierisch (einer Million preußische Thaler)erbaut, in der Hauptanlage großartig und als Wohnung füreinen unvermählten Herrn und viele Diener sehr zweckmäßigangelegt, empfiehlt sich dabei ganz besonders durch eine tüch-tige und sorgfältige Ausführung aller einzelnen Theile. Diebeiden Hauptetagen wurden 1822 — 1824 zu Justizlokalen her-gestellt und eingerichtet. Hierbei zeigte sich der ehemalige Con-zertsaal, für die öffentlichen Verhandlungen des Geschwornen-gerichtS bestimmt, in akustischer Hinsicht so ungünstig, daß kei-ner die Rede des andern verstehen konnte, wenn dieser 92 F.lange, 40 F. breite, 46 F. hohe Saal nicht ganz mit Menschenangefüllt war. Da anderwärts ähnliche große mit verrohrtenhölzernen Tonnen- und Kugelgewölben überdeckte Räume deinselben Uebelstand unterliegen, so konnte die gewünschte Abhülfe