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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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auch nur auf diesem Wege gesucht werden. Der Verfasserließ daher versuchsweise eine Decke von Segeltuch in der Höheder Kämpferlinie über de» ganzen Saal ausbreiten, und danun jener störende Wiederhast sofort aufhörte, eine leinene,zeltartig geformte, leicht angemalte Decke einziehen, welche jenesGewölbe völlig von dem untern Raum trennt. Außer dergroßen rs F, breiten Haupttreppe, wo jede Stufe aus einemeinzigen Stein besteht, bleibt eine andere ebenfalls steinerneneben der gedachten Kapelle für jeden Architekten von beson-derui Interesse, indem die einzelnen u F. breiten Arme beieiner lichten Ocffnung von 6 auf 8 F. einzig durch den Schnittder Wangen schwebend getragen werden. Dem Schreiber die-ses ist keine von ähnlicher Kühnheit und Leichtigkeit bekannt^).

Das hiesige Theater, gleich den benachbarten mit Nr.I00ü und ivll bezeichneten Wohngebäuden, ein Werk deswürdigen BaudirektorS Krähe in Braunschweig, verdient inHinsicht auf Reinheit dcS gewählten Stils, zweckmäßige Ein-lhcilung und Raumökonomie ein wahres Muster für kleinereSchauspielhäuser genannt zu worden. Die Anlage seines Pro-sceniumS hält der Verfasser für die schönste von allen, dieihm bekannt geworden.

Das S. 134 genannte Leichenhaus, dessen Details übri-gens dem Verfasser nicht angehören, hat er der Form des soschönen wie für die Kunstgeschichte merkwürdigen Baptisteriumszu Cobern^) nachgebildet, indem diese sich für daS Aeußerewie Innere gleich günstig ergab. Der hohe, durch eine Reihe

') Als ein besonderer Liebhaber der Treppenbaukunst hat er sichbemüht, durch die schwebenden steinernen Treppen auf Rh ein-st ein und in dem hiesigen Oberpräsidialgebäude, die eisernen amMainzer Thor, die hölzerne Doppeltreppe im Wirthshaus zun.Bater Rhein, die äußere und innere an dem neuen Pfarrhausezu St. Castor, so wie durch andere auf Schloß R h eine ck einigeBeiträge zu derselben zu liefern.

"> Wer nur einigermaßen mit dem Baufach befreundet ist, und wemes nur immer Zeit und Mittel gestatten, möge Koblenz nicht ver-lassen, ohne einen Ausflug dorthin, sowie nach der herrlichen Kirchein Munstermaifeld und nach den Burgen Elz und Ehren-burg zu machen, was zu Wagen in cincm Tage geschehen kann.

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