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burch de» Schreiber dieses mit eine»! Aufwand von beinahe12,ovo Thaler zu einer Garnison- und protestantischen Kircheherstellen »nd einrichten. Die Herrn Professor Klein anstö-ßige Form des neuen Thürsturzes ist ganz construktionSgemäßund findet sich an allen Kirchen jener Zeit; in dem Bogenfelddarüber vermißt man allerdings die Bildwerke, welche gleichjenen über der südlichen Thüre der Kirche zn Andernachdorthin gedacht waren, indessen aus Mangel an Mitteln nichtzur Ausfuhrung kamen. Das Kirchenschiff hat ungemein schöneVerhältnisse, welche offenbar beim Entwurf durch Zahlen bestimmt wurden. Die lichte Weite des Schiffs beträgt nämlich30 F. rheinläudisch, die Pfeilerstärke 3 F. also der Weite,die Distanz der Pfeilerachscn >5 F., also deren Hälfte, ihr lich-ter Abstand >2 F., oder das Vierfache der Pfeilerstärke, dieHöhe dieser 15 F., mithin der Achsendisianz gleich. Höchstmerkwürdig ist noch ein kleines anstoßendes Gebäude, wahr-scheinlich schon ursprünglich, wie jetzt, Wohnung des Küsters.Unten auf den Bogen des Kreuzgangs an der Nordseite derKirche ruhend, besteht sie aus zwei Stockwerken mit Gewölbenbedeckt. Sogar der Rauchfangmantel der kleinen Küche istvon der allerzierlichsien Ausschmückung aus der Uebergangszeitdes Rundbogens in den Spitzbogen, also dem Anfange des13. Jahrlmnterts, ei» wahres Kleinod, und reisenden Malernzu einem Closet für ein Ritterfräulei» höchlich zu empfehlen.
3. Die Kirche zu U. L. Frauen, die älteste Pfarr-
') Er kann hier nicht bergen, wie ihm die nachstehende allerhöchsteKabinetsordre die größte Freude gemacht, und wie er hierin reich-lichen Ersatz findet für andern Undank!
„Ich habe die hiesige evangelische Kirche in Augenschein ge-nommen und das Innere derselben hat Meinen ganz besonderenBeifall erregt, da Ich darin ohne Prunk und Ucbcrladung, Allesvereinigt finde, was das Gemüth zur Andacht und Erbauung er-heben kann. Ich beauftrage Sie daher, der Behörde, welchediesen Bau besorgt hat, und namentlich dem Baumeister MeinWohlgefallen zu erkennen zu geben.
Koblenz, den 2!>. Juni 1821.
gez. Friedrich Wilhelm.A n den Staatsministcr v. Ingersleben.