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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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kirche, da sie im Bereich des alten Castells lag, findet sich den-noch erst im 11. Jahrhundert genannt. Das gegenwärtigeSchiff nnd die Thürme wurden unter der Negierung vonErzbischof Arnold (ff 125S) erbaut, der Chor 1404 begon-nen^), allein erst 1431 vollendet, das Gewölbe um 1500, unddie Thurmspitzen nach der Belagerung von 1688. Die Säulenunter dem Orgelchor, aus dem westlichem Chor der Kirche zuLaach entnommen, bestehen aus Kalksinter, welcher sich in dergroßen römischen Wasserleitung zwischen Trier und Köln an-gesetzt und von welchem fast an allen rheinischen Kirchen kleineSäulen vorkommen.

4. Die ehemalige Dominikanerkirche ist gegenwärtigin ein Magazin verwandelt. Nach einer dort befindlichen,offenbar nicht gleichzeitigen, Inschrift wäre der Chor 1235 vol-lendet, jedenfalls aber mit Zusätzen und Aenderungen nachdem großen Brande von 1441.

5. Von der Franziskanerkirche, wahrscheinlich 1450e rrichtet, wo die Franziskaner das Kloster bezogen, ist nur derChor »och übrig, indem er zu dem hier errichteten HoSpitalals Kapelle beibehalten wurde. Der Direktor der DüsseldorferKunstschule Herr Schadow hat ihr ein großes Altarblatt, dieheil. Jungfrau als Himmelsköniginn darstellend, vielleicht seinbestes Bild, geschenkt, mit dem weisen Vorbehalt, daß es Ei-genthum der dieses Hospital so herrlich verwaltenden barmher-zigen Schwestern verbleibe.

6. Die ehemalige Jesuitenkirche (der Orden wurde1580 hierhiuberufen), nun eine Hülfskirche von St. Casior,erbaut 160!» bis im5, ist ein höchst merkwürdiges Beispieleiner eben so klugen, als kühnen Gewölbekonstruktion, indemkeine andere der dem Verfasser bekannten Kirchen so dünneMauern und, mit Ausnahme deS Chors, dabei ohne alle Stre-bepfeiler, hat. So wie der ganze Stil der Kirche ein sonder-bares Gemisch von dem Antikmodernen jener Zeit mit dem

*) S. am letzten Pfeiler rechts die Inschrift: ^nno 1420 vdiit