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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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zeigen die seltene Einrichtung, wie nur ei» Nebenschiff ange-legt und vom Hauptschiff durch ubereck gestellte Pfeiler geschie-den worden. Die abgerissene Franziskanerkirche zu Koblenzhatte, wie die seit 1816 in einen Pferdestall verwandelte Fran-ziskanerkirche in Andernach, dieselbe Einrichtung. Sehens-werth sind endlich auch die Werner- und Martinskirche(letztere wurde 1333 zum Collegiatstift erhoben), das einzelnstehende alte Thor bei der Stiftskirche und der stolze Thurmam untern Ende der Stadt.

St. Goar S. 73. DaS Grabgewölbe oder die Cryptaunter der Stiftskirche, wo ehemals die Gebeine des heil.Goar geruht, ist kcinesweges das ursprüngliche. Dieser Hei-lige, aus Aquitanien gebürtig, lebte zuerst als Einstedler ander Lahn, dann in einer Felsenhöhle bei St. Goar, bis er ander Stelle der jetzigen Kirche eine Zelle mit einer kleinenKirche erbaute, hier 647, nach Andern schon 573 starb, wodenn Wallfahrten nach seinem wunderwirkenden Grabe dieZelle in größere Aufnahme brachten, auch das Entstehen unddenNamen der Stadtvcranlaßten. Bertradana, dieGemah-linn des Königs Pipin, war, als sie einst von dem durchihre Großmutter Bertrada gestifteten Kloster Prüm denRhein hinauf nach Worms fuhr, mit der Gastfreiheit der ZelleSt. Goars, welcher damals ein gewisser Erping vorstand,übel zufrieden und klagte ihrem Gemahl hierüber. Der Kö-nig, unzufrieden die Gastfreiheit gerade da verletzt zu sehen,wo sie der Heilige so sehr geübt hatte, übergab die Zeile sofortdem Abt AsveruS von Prüm, welcher den Bau einer neuenKirche begann, die jedoch erst unter Karl dem Großenvollendet, vom Erzbischof LulluS in Mainz (st 787) einge-weiht wurde. Diese brannte 1137 ab und von der hiernacherbauten dritten Kirche besteht noch jene Crypta unter derjetzigen von I44l bis 6g erbauten vierten Kirche.

Die Beste Rheinfels zeigt zwar mehr von neueren Befe-siigungsmitteln, wie Burgmäßiges, einige Reste älterer Ge-bäude, so wie der Z315 gestifteten Schloßkapelle sind jedochimmer »och sehenswerth.