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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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Noichenlwrg S. 76. Im Jahr 1284 erbaut und allerdings1302 vom Kaiser Alb recht erobert und zerstört, aber izig wurdeein Neubau (wie eS in der Chronik heißt, nach astatischerBauart, nämlich ohne Dächer) mit Beihülfe des großen Chur-fürsten Balduin von Trier begonnen, auch diesem zu Lehnaufgetragen. Der Tod des Grafen Wilhelm 1331 vereiteltedessen Plan, eine Stadt hier zu gründen, wozu Kaiser Lud-wig 1324 ein Privilegium erthcilte und des bereits erbau-ten Schlosses gedenkt, welches bis in die neueren Zeiten be-wohnt war. Diese Ruine ist ebenso großartig wie eigenthüm-lich; ein Portal im Schloßhvf erinnert an Maurisches, dasInnere eines hoch über spindelartigen Säulen, deren Zwischen-gebälke ausgebrannt, mit zierlichen Spitzgewölben geschlossenenGebäudes ist höchst malerisch und großartig. Reisenden Ar-chitekten ist eine Wanderung dorthin durch das sogenannteSchweizcrthal und zurück über PaterSberg sehr zu empfeh-len; sie werden in Rcichenberg sehen, wie bei guten langenBruchsteinen alle kostbaren Werkstücke entbehrt werden können.

Thurnbcrg S. 77. Von Erzbischos Boemnnd begon-nen, von seinem Nachfolger Cuno (s 1388) vollendet, und erstin neuerer Zeit, nicht zerstört, sondern verlasse», würde sich vorvielen andern Burgen zu einer wenig kostbaren Herstellung eig-nen, indem alles Mauerwerk erhalten ist, und nur das Holz-werk fehlt, die innere Einrichtung völlig zu erkennen, sogardie alten Kamins noch vorhanden, auch die ehemaligen Wohn-gebäude nicht allznklein sind.

Hirzenach S. 79. Eine hiesige Zelle wurde von denKaisern Heinrich in. und iv. dem Martinstift in Wormszur Errichtung eines Klosters übergeben, auch diese Uebergabevon Erzbischos Friedrich von Köln mg bestätigt. Aus die-ser Zeit mag die Kirche in Basilikenform stammen, welcherum 1300 ein Chor mit eigenthümlichen und schönen Profili-rungen beigefügt worden. Von zwei kleinen runden Thürmenneben derselben ist nur der Unterbau vorhanden. Ihre nichtsehr kostspielige Vollendung würde die Kirche zu einer derzierlichsten machen.