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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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Surhuvach S. öS. Hier gab eS bis uns bis neueste Zeitallerdings einen Bacchnsaltar; eS war jedoch nicht jener FclSim Rhein, sondern eine Gesellschaft von Zechbrüdern, dieZechbürgen genannt, die eigne Weingüter besaß, einen Vor-steher wählte und den Ertrag jener Güter jährlich oerschinan-sete, Ihre erneuerten Statuten oom Jahre löst» sindnoch vorhanden. Drei ähnliche Stiftungen bestanden in den?benachbarten Steeg. Auch der Fischfang scheint hier bereitsin alter Zeit berühmt gewesen zn seyn, da er schon 87l vonKönig Ludwig der Abtei Prüm geschenkt wurde. Die Ruineder Wern erskirche gehört zu den allerzierlichstcn. Sie bestandeigentlich nur aus einem dreifachen Chor ohne Schiff, an des-sen Stelle die ältere Kapelle gestanden zu haben scheint, welchewahrscheinlich nach der Erhebung der Gebeine des heiligenWernerim Jahre 1428 durch den Anbau dieses Kreuz-chors vergrößert wurde. Die Profile der Fenster und derBogen sind wunderschön. Auf der Abbildung der Belagerungvon Stahleck bei Merian erscheint sie noch vollständig. DiePfarrkirche mag um 1200 erbaut seyn; sie hat ebenfalls man-ches Eigcnthümliche und Schöne, z. B. die verlängerten Schluß-steine der Gewölbe und das südliche Portal.

Die Pfalz im AHein S. 61. Im Innern ganz und garunbedeutend, rührt sie nnbezweifelt von Kaiser Ludwig demBaiern her, da die Bulle des Papstes Johann xxil. vomJahre 1326 ausdrücklich sagt: guost imUorvieus olim liux liir-vrrrlus suos enormes et rletest-rmtos exvessus, g»or»m

') Die Chronik erzählt von ihm, wie er, ein armer Knabe ausWamrodd, von den Luden zu Oberwesel 1285 eingefangen undzu Tode gemartert wird, dann die Leiche nach Mainz gebrachtwerden soll, bei Bacharach jedoch der Kahn trotz allen Anstren-gungen der Ruderer unbeweglich bleibt lan der Stelle, wo späterdas Kloster Windesbach errichtet wurde, dessen bis auf dasMauerwerk zerstörte Kirche etwas oberhalb Bacharach nahe ander Heerstraße steht) und die Juden genöthigt sind, die Leiche amUfer zu verbergen. Sie wird hier gefunden, in der Kirche desheil. Suibertus, der jetzigen Pfarrkirche aufgestellt, zeigt sichsofort wundcrthätig und wird in einer für sie erbauten Kapellebeigesetzt.