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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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ken mit Tonnen-, in dem ober» mit ganz eigenthümlichcnKreuzgewölben zwischen vortretenden Gurten; die Diagonal-grate sowohl als die Schiltmauern und Gurten bilden nämlichHalbkreise, welche mit geraden Brettern eingeschalt und hier-auf die Kappen gewölbt waren. Die Scheitelliuicn sind dahernicht horizontal, sondern von allen Seiten nach der Mittestark ansteigend, eine Form, welche die Stärke solcher Ge-wölbe bedeutend vermehrt und ihren Schub auf die Außeu-mauern gleichmäßiger verthcilt. Auf der Rheinscite zeigen sichnoch Spuren einer Maucrkrönuug mit kleinen Bogen, welchewahrscheinlich Zinnen trugen. Die wenigen Fenster sind enge,niedrig, mit Bogen geschlossen und nach dem inner» Hof hinmeistens gekuppelt. Zwei schon bei der Erbauung in dieMauer eingebundene Kamine i» jenen Sälen ruhen auf Säu-len, deren Füße bereits profilirte Eckblätter haben, die zuerstin Form roher Klumpen am Rhein gegen 10^0 vorkommen,den Ursprung des Gebäudes also um so eher zwischen I0S0und 1100 feststellen möchten, da die beschriebenen Kreuzge-wölbe erst noch später vorkommen.

Singen S. 57. Eben so wenig ein Römerkastell, wiedas vorhergehende, ist dieBurgruineKloppund von sehr gerin-gem Umfange. Die Brücke ist von Erzbischof Willigis (st10N) erbaut, aber mehrmals erneuert. Der Taufstein inder Pfarrkirche, nach dem großen Brande von 1405 erbaut,stammt gleichfalls aus späterer Zeit; letztere ist gleich jenerzu Lorch und der Carinelitcnkirche zu Boppard etwa gegenlävo durch Anbauung eines Seitenschiffes erweitert worden,indem man die Mauern zwischen den Strebepfeiler» öffnete,und diese gleich als Pfeiler stehen ließ. Das hier angefügteSeitenschiff ist ein doppeltes, d. h. durch eine Reihe schlankerSäulen in zwei Reihen zierlicher Gewölbe mit inannichfaltigcnGrätnetze» geschieden; an der westlichen und südlichen Kirch-thüre befinden sich Schlagleisicn mit schönen Skulpturen.Von der Kirche auf dem Ruprechtsberge, erbaut um 1140,sind nur die Fundamente der Chornische, nebst dem unternStock deS südlichen Thurms noch übrig, und wegen ihrer Ein-