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Nndcslzrim S. 29. Die hiesige, wie die meisten Kirchen imRheingau, stammen ans dein fünfzehnten Jahrhundert undsind mehr oder weniger zierlich und sehenswerth. Das Ge-wölbe der hiesigen ist vorzuglich geeignet, die Art und Weisserkennen zu lassen, wie diese alten, leichten Kirchengewölbc fastganz aus freier Hand, d. h. lediglich mittelst Ilnterrusiung ihrerGräten, nach einer höchst sinnreichen Methode eingcwölbt wur-den, welche der Verfasser das Glück hatte, wieder aufzufinden,und ihre Anwendbarkeit bei der Ausführung mehrerer größerenKirchcnbaute» bewahrheitete, in Treis, Cobern und Val-wig, und sodann in dem 4. Hefte deö Crelleschen Baujour-nals ausführlich beschrieb, aus welchem dieser Aussatz in dasckiniruirl c!» tZenie civil (I>ui'i» 1831) sowie in das ^VUI'-uul ot ilxz ro^n! InsiiiiUiou lHoinion 1831) Überging.
Die Niederburg gehört zu den allermerkwürdigstcnMonumenten. Sie war offenbar ein Castcll, und zwar einesder größern, aus drei überwölbten Stockwerken bestehend. DieAußenfläche der Eiebelmauern nach der offenen Ecke tragendie deutlichsten Spuren, daß zur Zeit ihrer Erbauung hier einälteres Gebäude gestanden, und das neue gegen dasselbe ge-mauert worden. DaS Ganze bildet ein Viereck von 105 F.Länge bei 83 F. Breite und über 00 Fuß Höhe, welcheseinen iunern engen Hof umschließt, und wovon jene Ecke 35F. lang 28 F. breit als die leere Stelle des gedachten alternfehlt. Zu den Zeiten Merian's gegen 1040 scheint diesesnoch hier, sowie ein kleiner Thurm auf dem neueren gestan-den zu haben. DaS Erdgeschoß enthält kleine überwölbteRäume, zwischen 8 — 14 F. starken Mauern aus harterGrauwacke, mit Füllwerk zwischen regelmäßigen horizontalenAußeuschichten, von welchen der größere Thcil auf der West-seite sich abgelöset hat. Zu beiden oberen Stockwerken führenganz enge Treppe»; hier werden die inncrn Räume größer,ja eS finden sich zwei Eckfäle oder vielmehr Hallen von etwa80 F. mittlerer Länge bei 14 F. Breite und 14—17 F.Höhe, eine mit gemauerten Sitzbänkcn auf beiden Seiten.Alles ist uberwölbt und zwar in den beiden untern Stockwer-
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