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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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Ml, allenfalls zwischen 1400 und 1500. Sehr eigenthümlich,ja vielleicht einzig ist die Anordnung der Pfeilerreihe in jenemneuer», im Lichten 232 F. langen 42 F. tiefen Dormitoriuni;niedrige, starke, runde Säulen mit mannigfaltigen Knäufentragen hohe, 20 F. weit gespannte Spitzbogengewölbe, jededer ic> Säulen ist um etwas höher, wie ihre vorhergehende,die erstere hat nämlich 5 F. 3 Z> die letzte 0 F. 5 Z. Höhe;steht man nun bei dieser, so vermehrt sich die perspectivischescheinbare Verkürzung der übrigen, und der ganze Raumerscheint hierdurch größer; stellt man sich dagegen an das andereEnde, so erscheinen alle Säulen von gleicher Höhe. Unterdemselben findet sich ein eben so zierlicher Keller, mit den be-sten Weinen aus deutschen Gauen, deren allerbeste wohl dieersten in der Welt sind; sie wachsen in dem nahe gelegenenSteinberg, wo Ivo Morgen Weinberge mit einer Mauer ein-geschlossen auf das Sorgfältigsie gebaut werden. SämmtlicheKlostergebäude dienen gegenwärtig zu einer Irren- und Bcsser-ungs-Anstalt für das Herzogthum Nassau, beide ebenfalls zuden allerbesten der Art gehörend.

Mittclhcim und Iohannislicrq S. 23. Die dortigenKirchen sind beide dreischiffig, das mittlere Schiff auf einfachenPfeilern, erhöht init einem Transept, Holzdecke, in eine Chor- undzwei Nebennischen endigend. Letztere ist im Innern wie Aeu-ßern leider modernisirt, die Mitlelheimer dagegen fast ganzerhalten. Ein niedriger Thurm steht über dem Krcuzfeld,d. h. dort, wo Schiff und Transept sich kreuzen, das Portalist höchst einfach, seine Ueberwölbung nach Römerart abwech-selnd aus Steinen von verschiedener Farbe. Sie ist gegen1140 erbaut, die Johannisberger vielleicht etwas älter, daschon livö Erzbischof Ruthard von Mainz, als Sühne einesdurch einen seiner Verwandten begangenen Judcnmords, hierein Kloster unter dem Namen Bischofsberg gründete, wel-ches Erzbischof Adelbert 1130 zur Abtei erhob, und der voll-zogenen Einweihung der Kirche gedenkt.

«Lissingen S. 20. Ein schöner Taufstein aus dem 15. Jahr-hundert ist aus der alten Kirche in die neue versetzt worden.