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ten zugleich, und öfters mit diese» abgeglichen, nach der schlech-tem hingegen erst später, nachdem jene Außenseiten bis zu einergewissen Höhe aufgeführt waren. Bei der ersten erhielt man,unter Voraussetzung eines guten Mörtels ^), eine durch diesenziemlich gut verbundene dauerhafte Mauer, bei der letzterenwar der Verband natürlich lange nicht so gut, und die Mauerbestand statt aus einer einzigen Masse, eigentlich aus drei ein-zelnen Mauern, den beiden Außenseiten und dem Fütlwerk,die, nicht verbunden, sich im Grunde nur berührten, daherhäufig später Trennungen ausgesetzt waren, wobei oft großeStücke von erstcren sich ablöseten, wie dies namentlich an derNieder-Burg in Rüdeöheim ersichtlich ist. Das Vorkommendieser Art von Mauerwerk hier liefert nun schon den Beweis, daßsolche noch lange nach der Römerzeit üblich geblieben, ja esfind fast alle Mauern bis gegen das fünfzehnte Jahrhundertam Rhein in dieser Art gefertigt worden, wie an so vielenBurgruinen erkannt werden kann. Römische Mauern sinddagegen in der Regel daran zu erkennen, daß zwischen denSchichten von Bruchsteinen von Strecke zu Strecke zwei bisvierfache Schichten von Backsteinen sich eingebunden finden,sowie solche römische Ziegel wieder sehr leicht von neuerendurch ihr dichtes feines Korn und ihre tiefrothe Farbe zu un-terscheiden sind. Eben so irrig ist endlich die Meinung, alsgebe es am Rhein oder in den Rheinprovinzen überhauptnoch eine Menge römischer Monumente, da doch, die bekann-ten in und bei Trier ausgenommen, welche dabei unzweifel-haft aus der Eon stanti irischen Periode herstammen, nuräußerst wenige Neste dieser Art über der Erde, desto mehrfreilich unter derselben noch vorhanden sind, indem fast beiallen bedeutenden Ausgrabungen römische Ziegel, Grabsteine,Aschenkrüge und dergleichen zu Tags gefördert werden. Ein-
*) Der Mörtel war hier in der Regel gut, da in alter Seit, woHolz nirgends fehlte, es Sitte war, die Kalksteine auf der Baustelleselbst zu brennen, groben Flußkies als Sand anzuwenden, oderin dessen Ermangelung schlechter» Sand durch Susatz von Siegel-brocken zu verbessern. Uebrigens ist schlechter Mörtel an altemMauerwerk auch keine Seltenheit.