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Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze zu der Klein'schen Rheinreise
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zelne Reste römischer Heerstraßen, sowie eines überwölbtenKanals zwischen Trier und Köln sind gleichfalls viele vor-handen. Eine höchst merkwürdige Nachricht über diesen Straßen-zug nebst beigegebener Karte findet sich in de» Verhandlungenies Gewerbevereius zu Berlin vom Jahre 1832, und es ist von demVerfasser deS Originalberichts, aus welchem jene Nachricht ent-nommen, Herrn Major Schmidt, ein eigenes ausführlichesWerk darüber versprochen. Eben so selten sind Monumente ausder Karolingischen Zeit, ja außer den altern Theilen am Domzu Aachen, der Vorhalle deS ehemaligen Klosters Lorschund einigen zerstreuten Säulenresten vom Pallast Karl's desGroßen in Ingelheim möchten keine nachzuweisen seyn.Desto reicher ist unser Land an solchen von dem Jahrs Tau-send an, und es möchte vielleicht kein anderes so viel Herr-liches der Art besitzen.

S. 9. Der Dom, sechsmal durch Brand mehr oder we-niger zerstört, aber jedesmal größer oder vollständiger im gleich-zeitigen Stil wieder hergestellt, ist eben deshalb für die Kunst-geschichte eines der allermerkwürdigsten Gebäude. Die neuer-lich erschienene Geschichte und Beschreibung desselben von I.Wetter enthält so viel Gutes und Neues über den Dom,wie über andere Bauwerke, daß kein Freund alter Kunst sieungelesen lassen möge; es wird daher auch genügen, nur We-niges hier beizufügen. Der östliche Chor, dessen Portal schonMoller in seinen Denkmälern gegeben, gehört wohl nochdem ersten Bau an, den Erzbischof Willigis 978 begonnenund tvog eingeweiht, der jedoch am Tage der Einweihungselbst abbrannte. Von dem zweiten sofort wieder begonnenenaber erst 1037 vollendeten sollen die beiden östlichen Thürmeund der anstoßende Theil des Schiffes herstammen. ImJahre iiz? verbrannte die Kirche abermals, dann 1191 noch-mals und hierauf wurden die Seitenmauern des Schiffes, sowie dessen Gewölbe erneuert, wo sich schon Andeutungen desSpitzbogens vorfinden. Weiter und endlich völlig ausgebildetzeigt ihn der westliche Chor nebst Transept, nach 1200 ange-fangen und 1239 vollendet. Später um I2bo begann die