Druckschrift 
Beschreibung eines Reichenbach'schen Wiederholungs-Kreises, neu construirt von F. W. Breithaupt, des Heliotropen von Gauss und des Hülfs-Heliotropen von Stierlin, nebst kurzer Anleitung zur Prüfung u. Justirung, ... dieser Instrumente : mit 3 Kupfertaf.
Entstehung
Seite
54
Einzelbild herunterladen
 

54

den hindurch, bewerkstelligt A seine Winkelmessung, während aus B und Cnach ihm hin signalisirt wird. Nach beendigter Winkelmessung signalirt Anach B, B erwiedert, worauf A und B zugleich nach dem Heliotropenfiihrersigualiren, der dadurch aufgefordert wird, sein Licht nach B zu senden, w r asnun auch von A aus so lange fortgesetzt wird, bis B dahin seine Beendigungs-Signale sendet. Ist in A der Hauptbeobachter, so erhält der Heliotropenfiihrerdas Signal, mit B, welcher die Resultate seiner Winkelmessung nach A durchverabredete Lichtschläge melden kann, die Station zu wechseln, und nun wirddasselbe Verfahren zur Bestimmung des Winkels C wiederholt. Findet derBeobachter in A die ihm gemeldeten Winkel in B und C in der Zusammenstel-lung hinreichend genau, so giebt er das Signal zur Weiterreise. Wären aberauf A mehrere Dreiecke zu messen, so würde es geratheu seju, dass der He-liotropenführer in C aufgestellt bliebe und nun fortwährend nach A signalirte,wie auch gleichzeitig ein Zweiter Heliotropenfiihrer in D, so dass A währendder Reise von B nach C oder D die Winkelmessung zwischen diesen beidenPunkten unausgesetzt beendigen könnte. Haben aber die Beobachter in A und Bbesondere Heliotropenfernrohre, unabhängig von ihrem Theodolithen, so brauchenjene ihre Winkelmessung nicht zu unterbrechen und mit Signaliren abzirwech-seln, sondern letzteres kann unter ihrer Aufsicht während der Winkelmessungfortgesetzt werden.

Durch die vorerwähnten und ähnlichen Combinationen kann die Winkel-messung eines feststehenden Dreieck-Projekts durch zwei oder drei Beobachterund die entsprechende Anzahl Geholfen in unglaublich kurzer Zeit mit dergrössten Schärfe bewerkstelligt, und die Kostbarkeit einer solchen Operationsehr bedeutend vermindert werden.

An dem Fernrohr, an welches der Hiilfsheliotrop befestigt werden soll,muss nach der Ocularseite ein Gegengewicht angebracht werden, welches blosaus einem Ring mit einer Klemmschraube, an welchem ein Haken angebrachtist, bestehen kann, der ein kleines Gefäss trägt, in welches mehr oder wenigerSchrotkörner hinein getlian werden, je nachdem der Ocularauszug vom End-punkt des Fernrohrs mehr oder weniger entfernt werden muss.

In dem Fall nun der Theodolith zum Winkelmessen gebraucht werden unddas vorhandene grössere Fernrohr zu dem Miilfs-Heliotropen, w r ie schon gesagt,