0 k v 8
i2.
Frieden
Hoch am Himmel stand die Sonne,Von weißen Wolken umwogt,-Das Meer war still,
Und sinnend lag ich am Steuer des Schiffes,
Träumerisch sinnend, - und, halb im Wachen
Und halb im Schlummer, schaute ich Christus,
Den Heiland der Welt.
Um wallend weißen Gewände
Wandelt er riesengroß
Uber Land und Meer,-
Es ragte sein Haupt in den Himmel,
Die Hände streckt er segnend
Uber Land und Meer,-
Und als ein Herz in der Brust
Trug er die Sonne,
Die rote, flammende Sonne,-
Und das rote, flammende Sonnenherz
Goß seine Gnadenstrahlen
Und sein holdes, trübseliges Licht,
Erleuchtend und wärmend,
Uber Land und Meer.
448