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Buch der Lieder
Entstehung
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N.

Reinigung

Bleib du in deiner Meerestiefe,Wahnsinniger Traum,

Der du einst so manche NachtMein Herz mit falschem Glück gequält hast.Und jetzt als SeegespenstSogar am hellen Tage mich bedrohest -Bleib du dort unten in Ewigkeit,

Und ich werfe noch zu dir hinabAll meine Schmerzen und Sünden,Und die Schellenkappe der Torheit,Die so lange mein Haupt umklingelt,Und die kalte, gleißende SchlangenhautDer Heuchelei,

Die mir so lang die Seele umwunden,Die kranke Seele,

Die gottverleugnende, engelverleugnende,Unselige Seele

Hoiho! Hoiho! Da kommt der Wind!Die Segel auf! Sie flattern und schwelln!Uber die stillverderbliche FlächeEilet das Schiff,

Und es jauchzt die befreite Seele.

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