Druckschrift 
Buch der Lieder
Entstehung
Seite
428
Einzelbild herunterladen
 

L 14 () k v 8

Sprühen Funken, und knistern die Muscheln,-Und er hüllt sich fest in den grauen Mantel,Und schreitet rasch durch die wehende Nacht,-Sicher geleitet vom kleinen Lichte,Das lockend und lieblich schimmertAus einsamer Fischerhütte.

Vater und Bruder sind auf der See,Und mutterseelallein blieb dortIn der Hütte die Fischertochter,Die wunderschöne Fischertochter.

Am Herde sitzt sie,

Und horcht auf des WasserkesselsAhnungssüßes heimliches Summen,Und schüttet knisterndes Reisig ins FeuerUnd blast hinein,

Daß die flackernd roten LichterZauberlieblich widerstrahlenAuf das blühende Antlitz,

Auf die zarte, weiße Schulter,

Die rührend hervorlauschtAus dem groben, grauen Hemde,

Und auf die kleine sorgsame Hand,

Die das Unterröckchen fester bindetUm die feine Hüfte.

428