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3.
Sonnenuntergang
Die glühend rote Sonne steigtHinab ins weit ausschauernde,
Silbergraue Weltmeer,
Luftgebilde, rosig angehaucht,
Wallen ihr nach,- und gegenüber,Aus herbstlich dämmernden Wolkenschleiern,Ein traurig todblasses Antlitz,
Bricht hervor der Mond,
Und hinter ihm, Lichtfünkchen,
Nebelweit, schimmern die Sterne.
Einst am Himmel glänzten,
Ehlich vereint,
Luna, die Göttin, und Sol, der Gott,Und es wimmelten um sie her die Sterne,Die kleinen, unschuldigen Kinder.
Doch böse Zungen zischelten Zwiespalt,Und es trennte sich feindlichDas hohe, leuchtende Ehpaar.
Jetzt am Tage, in einsamer Pracht,
Ergeht sich dort oben der Sonnengott,Ob seiner Herrlichkeit
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