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Buch der Lieder
Entstehung
Seite
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L N 0 k O 8

Angebetet und vielbesungen

Von stolzen, glückgehärteten Menschen.

Aber des Nachts

Am Himmel wandelt Luna,

Die arme Mutter,

Mit ihren verwaisten Sternenkindern,Und sie glänzt in stiller Wehmut,Und liebende Mädchen und sanfte DichterWeihen ihr Tränen und Lieder.

Die weiche Luna? Weiblich gesinnt,

Liebt sie noch immer den schönen Gemahl.Gegen Abend, zitternd und bleich,

Lauscht sie hervor aus leichtem Gewölk,Und schaut nach dem Scheidenden schmerzlich,Und möchte ihm ängstlich rufen:Komm!Komm! die Kinder verlangen nach dir"Aber der trotzige Sonnengott,

Bei dem Anblick der Gattin erglüht erIn doppeltem Purpur,

Vor Zorn und Schmerz,

Und unerbittlich eilt er hinabIn sein flutenkaltes Witwerbett.

Böse, zischelnde ZungenBrachten also Schmerz und Verderben

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