— 15 —
tsiedram precibu8 adierunt ftalre8lVo8kri, Kevereudi88in>! Lpi8copi l^rcvirensis, Alonssteriensisot?adersiornen8i8, at^ue Iroc accepimv8 rc8pon8um:
(Folgt das oben unter L. gegebene Breve.)
In Iu8 itaaue re8pon8i8, stlü dilecti88imi, miliarem fta1»emu8 declsrationcm et agendinormsm. siabilo Lccleistae paci8 et tran^uillitati8 rc8peclu, ex pleniludmo pote8tuti8 /Vpo-8lolicae datam, c^uam 8i plane, ut ciecet, 8cquamur, in con8cient!a tut! eriinu8. Landein in8inguli'8 ca8ibu8 ex8eczuenllam vnln8 relincsuimu8, conliclente8 iidei et religioni ve8trae, mo-cle8tiae,pruclentiae et eircum8pecto moderamini cum patientia etearitate. ?raecipua ve8tra, liorta-mur, in es eura 8it po8ita, ut lidcle8 nun modo tempore ineundarum nuptiarum demum de Ildeat<^ue okstcÜ8 8ui8 moneantur, 8cd inde a juventute in religiano catbolica diligenti88imc ac-curati88ime^ue in8tituantur 8inchue iirmiter fundati. 8i 8pon8a catliolica 8ciat, proliumeducationem in vir! aeatlmlici arbitrio kuturam, ut iu religione acatlmlica educentur, etinexcu8alnli 8Ünu1 temeritate, c^uod Deu8 avertat, ducta non ot>8tante in8tructione ve8traatizue admonilione tale8 nuptia8 eontraliere prae8umat, pa88ivam, tzuam vocant et >Vpo-8tolieae litterae8ignistcant 8olummodo a88i8tentiamprae8teti8 in locoImne8to non 8acro. ()uum deni-Hue de nuptÜ8 mixti8 coram paroclm seatliolicn eontracti8, de c^uisiu8 8NÜ8 ^po8tolica, <zuaematrimonia non 8ervata korma eoncilü Lridentini contraeta re8picit, 8entenlia intellizenda e8t,jam omne apud no8, an 8int ratae et validae coram Deo et LccIe8ia, 8ulilatum e8t dubium,id unum monere re8tat, ut de 8inguÜ8, c^uae oli8tante alio <^uo impedimento canonicodirimente fuerint contractae, ad iXo8, ut e radiee 8anentur, rekerati8. türatia Lei veniat8uper vo8 et pax Lomini maneat 8einper vobi8cum! ^/Vmen.
Latuin Loloniae, 13. Letobri8 1834.
(1^. 8.) k'eräiiiÄiiäus ^iiKiistiis,
^rcl>iepi8copu8 Lolonien8i8.
Q. Instruktion an das General-Vicariat.
^n dem Sinne des päpstlichen Breve's vom 25sten März 1830 ist die Behandlung der gemischtenEhen durch das Rundschreiben vom 13ten d. M. den Pfarrern überlassen worden. Diescmnachbrauchen dieselben forthin nicht mehr über jeden einzelnen Fall zuvor erst zu berichten, und hörtan Seiten der geistlichen Behörde die Prüfung der Sachverhältnisse und die Ertheilung der Erlaub-niß der ehelichen Einsegnung auf. Den Pfarrern giebt das päpstliche Breve und die ihnen in demRundschreiben ertheilte Weisung die Norm ihres Verhaltens; weil aber Zweifel über den wahrenInhalt dieser Vorschriften, auch Fehlgriffe in ihrer Behandlung vorkommen können, daher Anfragenoder Beschwerden veranlassen: so beauftrage ich das Hochwürdige General-Vicariat mit der Erle-digung derselben, wobei vorzüglich folgende Punkte im Auge zu halten sind.
1. Die Kirchendisciplin in Betreff der gemischten Ehen ist aus Rücksicht auf das allgemeineWohl der Kirche vom apostolischen Stuhle so gemildert worden, daß die Allerhöchste Kabi-nets-Ordre von 1825 über diesen Gegenstand befolgt werden kann und die bisherigen Be-schwernisse in Behandlung dieser Sache möglichst beseitigt sind. Bei der Ausführung diesergemilderten Disciplin muß außerdem in jedem einzelnen Falle so gehandelt werden, uo, wiesich der Heilige Vater ausspricht, cullioiicuo religio»! crectur invidiu.
2- Daher kann von Seiten der Pfarrgeistlichen nicht bloß Alles vorgenommen oder zugelassen werden,was in dem Breve nicht ausdrücklich untersagt oder als zu beachten bestimmt ist angegeben worden;sondern die einzelnen Bestimmungen sind auch jedesmal mildernd zu erklären und anzuwenden.