G e m
(Die Weser, Han. 1760. 8.)-»- G.Aug,v. Brcitcnbauch (Schilderungen berühm-ter Gegenden des AltcrthumeS und neue-rer Zeiten, Air. 176z, 8. in schwülstigerund zugleich platter Prose.) — llngen.(Die Abendzeiten, in vier Gesängen 1766.8. Qucdl. 177z. 8. ursprüngl. in denEmpflndungcn über Gegenstände der Re-ligion, Natur und Freundschaft.) — JohtChr. Blum (f. Die Hügel den Rabenau,Verl. >77>. 8.) — C. S. Slcvogt (Ver-such eineö poetischen GemcihldcS vom Herb-ste, Eisen. 1771. 8 ) — H. A. Rcichard(Die Hügel bey Kindlcbcn, Gotha 177z. 8)Fr. Leopold Gr. v. Stvllberg (Heiiebcck,eine Scclckndische Gegend, gcschr. im I.,776. in s. Gcd. Leipz. 1779. 8. S. 161.)— Semper (OaSSteingebsirgczu AderS-bnch, Bunzl. 1778. 8. schlecht!) — und«. in. Ilcbrigens versteht es sich vonselbst, daß ein Dichter, ohne gerade ei-gentlich beschreibende Gedichte geliefert zuhaben, sehr glückliche Darstellungen vonDingen im Räume geben könne. Unterden deutschen Dichtern nimmt hier H. Wie-land eine der ersten Stellen ein.
G e m a h l d.
(Musik.)
Ä?an nennt in der Musik diejenigenStellen einer Melodie, dadurch manTone und Bewegungen ans der leb-losen Natur genau nachzuahmensucht, Gemahlde, oder Mahlcrcyen.Der Wind, der Donner, das Brau-sen des Meeres oder das Lispeln ei-nes Baches, das Schießen des Bli-tzes und dergleichen Dinge, könneneinigermaßen durch Ton und Bewe-gung nachgeahmt werden, und manfindet, daß auch verständige und gc-schikte Tonsetzer es thun. Aber die-se Mahlereyen sind dem wahren Geistder Musik entgegen, die nicht Be-griffe von leblosen Dingen geben,sondern Empfindungen desGcmüthsausdrükcn soll. Man kann dieseGemahlde mit den falschen Gebehr-den unwissender Redner vergleichen,
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wodurch sie uns alles vormahlen;die das Hohe und Tiefe, das Weiteund Nahe, das Gerade und Krum-me, durch die Bewegung der Armeborzeichnen. Es ist offenbar, daßdurch solche kindische Künsieleycn dieAufmerksamkeit von der Hauptsacheabgezogen und auf Nebensachen ge-lenkt wird. Gemahlde in der Musiksind gerade so hoch zu achten, alsbloße Wortspiele in der Rede. Ei-nem Kenner von Eeschmak wird alle-mal übel zu Muthe, wenn er Hort,daß solche Dinge, die seinen Ge-schmak beleidigen, von unverständi-gen Liebhabern, als vorzüglicheSchönheiten gelobt werden.
Es ist mir unbegreiflich, wie einMann von Handels Talenten sich undseine Kunst so weit hat erniedrigenkönnen, daß er in einem Oratoriovon den Plagen Aegyptens dasSpringen der Heuschreken, das Ge-wimmer der Lause und andre so ab-gcschmakte Dinge durch Noten zumahlen gesucht hat. Ein ungereim-terer Mißbrauch der Kunst kann wolnicht erdacht werden.
Ausführlicher und bündiger ist, wa»Hr. S. hier über die musikalische» Gcmsthlbesagt, unter andern, in Hrn. Engels S.lieber die musikalische Mahlcrcy, Berlin1780. 8. behandelt.
Gemein.
(Schöne Künste.)
Dasjenige, was den mittelmäßigenGrad der Vollkommenheit, der inden allermeisten Dingen seiner Artangetroffen wird, nicht überschreitet:oder was sich von andern Dingenseiner Art durch keinen merklichenGrad der Schönheit oder Vollkom-menheit auszeichnet. Das Gemeineist demnach in allen Dingen das, wasin seiner Art am gewöhnlichsten vor-kommt i mithin reizet es unsre Vor-Z z stellungS-