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haben. Also müssen die Fortschrei-tnngcn der Melodie damit überein-kommen.
Von der harmonischen Fort-schreitung. Man kann diese auchin zweyerley Absichten betrachten,nämlich in so fern die Harmonie da-durch rein, und in so fern sie fließendwird. Durch die reine Harmonieverstehen wir hier die, darin aste ver-botenen (Quinten und Gctaven, sieseyen offenbar oder vcrdekt, vermie-den werden; und durch eine fließendeHarmonie diejenige, in welcher dieAccordc in einem engen Zusammen-hang sind, der nichts hartes hat.Diese beyden Eigenschaften der har-monischen Fortschreitung sind naherzu betrachten.
Die Tonlchrcr- haben einige mecha-nische Regeln gegeben, wodurch dieFortschreitung sicher geschehen kann,ohne die Rcintgkeit der Harmonie zubefielen. Diese sind die Regeln vonden drcy Bewegungen *).
Die erste Regel: Von einer voll-kommenen Consomnz zu einer an-dern vollkommenen Consonanz mußman nie durch die gerade Bewegunggehen, weil dadurch Octaven undQuinten entstehen, wie in diesemBeyspiel:
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*) S. Bewegung.
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Die ;weyte Regel: Von einervollkommenen Consonanz zu einerunvollkommenen kann man durchalle Arten der Bewegung gehen.
Die dritte Regel: Von einer un-vollkommenen Consonanz zu einervollkommenen muß inan nie durchdie gerade Bewegung gehen.
Die vierte Regel: Von einer un-vollkommenen Consonanz zu einerandern unvollkommenen kann mandurch alle Arten der Bewegung gehen.
Wenn diese Regeln beobachtet wer-den, so vermeidet man das Unreinein der Harmonie; aber es giebt Fal-le, wo ihre Beobachtung sehr schwerwird. Die besten Tonsctzcr beobach-ten sie im zweistimmigen, drcy - undvierstimmigen Satz unverbrüchlich;weil da jeder geringe Fehler verdrüß-lich wird. Je mehr Stimmen aberdas Tonstük hat, je leichter werdendie Fehler bcdekt. Dcßwcgen erlau-ben sich auch gute Harmonisten, invielstimmigen Sachen, Abweichun-gen von diesen Regeln, wenn sie da-durch größern Ungelcgcnhcitcn ausdem Wege gehen können.
Sonst sind die meisten Tonlehrerüber diese Regeln bcr Fortschreitungsehr weitlauftig, und bestimmen oftgar alle Falle, wie von jeder beson-dern Consonanz ans jede andre fort-zuschreiten sey *).
Eine besondere Betrachtung ver-dienet die harmonische Fortschreitungin Ansehung der fließenden Harmonie.Man muß aber die Fortschrcitunzhier von der Modulation unterschei-den. Diese ist die Fortschreitungaus einem Ton in andre; jene dieFortschreitung der Harmonie, in soferne sie in einem Tone bleibt; unddavon ist hier allein die Rede.
Also betrachten wir hier eine Folgevon Accorden in einerlei) Tonart, inso fern ihre Fortschreitung eine flics-
sende
s) S. Matthcsons vollkommenen Capell-meistec ill TP. Kap.4-?.