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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
256
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Kor

Kor

zu erneuern.) Nie. Caron Jean Bapt.M. Papillen> Jvh. G. Unger Jvh.Gcvrg. Fed. Ungcr. Uebrigens ist dereigentliche Erfinder des Formschneidens,,der wohl zweifelsohne ein Deutscher war,nicht mit Gewißheit anzugeben; der äl-teste bekannte Holzschnitt ist vom I. >g-z,der von Hrn. v. Heinecke in der Bibliothekder Karthause zu Buxheim beyMemmlligcnaufgefunden (s. Ist-c gen. S- o;o) unddein -tcn TH. von des Hrn. v. Murr Jour-nal zur Littcratur und Kunstgeschichte ab-gebildet beygefügt worden. Er stellt denH. Christoph dar, der den kleinen Jesusdurch das Meer trägt. Aber die Kunstselbst ist, unstreitig, noch älter, wennsich gleich kein gewisser Zeitpunkt ihrerEntstehung bestimmen läßt. Zwar ist, indem geurn. Isnc^clnp. vom I. 178z.B. 2. Th. 1. S. 1-4. und hieraus in I. G.Mcusels Misccllanccn artistischen Inn.Haltes, St. >6. S. »z; eine Nachricht voneinem Holzschnitte vom I. >z8g. erschie-nen ; allein schwerlich dürste diese Jahrs«zahl sich erweislich machen lassen, undwenigstens nicht che Glauben finden, alsbis das Blatt in einem Nachstich demPublike dargelegt wird. Oer Gebrauch,Bücher mit Holzschnitten auszuzieren,scheint bald nach der Erfindung derselbenentstanden zu sepn. Wofern die bekann-ten Bonncrschen Fabeln, nicht blos, inder Abschrist, sondern im Drucke, im J.,461- geendigt worden sind: so wären siedas älteste Werk» in welchem dergleichensich finden. (S. Nacbe. von Künstl. undKunsts. LH. 2. S> 21. Ann,, m. vergl. mitder läse gen- S. 277.) Nachrichten vonmchrern dergleichen. früher», mit Holz-schnitten gezierten Werken, giebt T. H.v. Heinecke in den Neuen Nachr. vonKünstlern und Klinstsachcn, S. 248 u. f.UNd die dlocices gönersles lies Grs»veurs « . - p. Nr. lckuber, b.eipk.1787. 8> S« 5. Vorzüglich schöne findensich in der k^pnsroromvckii» kolxiZllili149A. 5.

Fortschreitung.

(Musik.)

Dieses Wort hat in der Musik, alsein Kunstwort, eine doppelte Bedeu-tung; es wird gebraucht von derFolge der Tone in einer einzigenStimme, dieses ist die melodischeForlsckreirung; oder von der Folgeder Tone in mehrern Stimmen zu-gleich, in Absicht auf die Rem«gleitder daher entstehenden Harmonie,dieses ist die harmonische Forlschrei««mg. Jede erfodert eine besondereBetrachtung.

Von der melodischen Fortschrei-tung. In Absicht auf eine einzigeMelodie muß die Fortschreitung leichtund natürlich, nämlich fließend unddem Ausdruk angeniesten scyn, Undalle, diesen Eigenschaften schädlichen,Fehler müssen vermieden werden.Dieses zu erhalten, hat der Tonsetzcrverschiedenes in Acht zu nehmen,das wir anzeigen wollen.

1. Alle Dissonanzen müssen vorbe-reitet und aufgelöst werden, es seydenn, daß sie im Durchgang vorkom-men, weil ohne dieses der Gesangsehr schwer wird. Es ist eine bekann-te Sache, daß consonircnde Inter-valle im Singen leichter zu treffensind, als dissonirende. Wenn alsoeine Dissonanz vorkommen soll, sowürde die Fortschreitung von demvorhergehenden Ton auf dieselbeschwer seyn, wenn sie nicht durchdie Vorbereitung erleichtert würde.Man sehe folgende Beispiele:

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