2ro III. Abschn. Von den Salzen im Allgemeinen
sie als Saure. Diese unvollkommenen und unvollstän-digen Sauren sind also noch nicht gehörig dephlogisti-sirte Sauren, oder noch phloglsttsirte Sauren (eVciäsxblo^iüicsta).
Alkalien.
§- Zio-
Die zweyte Gattung der einfacher« Salze sind dieAlkalien (/VlcLlm (A) oder ^augensälzo. Sie erregenauf der Zunge einen cigenthümlichen, scharfen und uri-nöscn Geschmack, verandern die blaue Farbe verschiede-ner Pflanzen in eine grüne, die rothe in eine violette,und die gelbe in eine braune; und sie heben die Wirkun-gen der Sauren auf eben diese Pflanzenfarben auf, s»wie hinwiederum die Sauren die Wirkungen der Alkaliendarauf vernichten. Sie äußern endlich im Zustande ih-rer Rcinigkeit starke auflösende Kräfte auf das Zcilgewebe und die rhierische Faser, und man schreibt ihnen dce-wegen Aetzbarkeic zu.
§. Z".
Die Alkalien machen nicht alle blaue Pflanzensafte !grün; so wie z. B. nicht die Lackmustinctur. Man kannauch diese Eigenschaft nicht allein für ein sicheres Kenn-zeichen eines Alkali ansehen, da mehrere Stoffe, die keineAlkalien sind, einige blaue Pflanzenfarben grün färben.Als eines gegenwirkenden Mittels bedient man sich zurEntdeckung der Alkalien gewöhnlich des Violenjvrnpo(h. zo6.), der aber, wegen der eben angeführten Grün-de, so wie andere blaue Pflanzensafte, nicht so gut dazudient, als die gelbe Farbe der Lurcuma - XVurzel (Lue-cum» IvnßÄ 1^-), die davon sogleich braun wird. Mankann zu dem Ende die gestoßene Wurzel mit Wassermehrere Tage heiß digeriren, und so die Tinctur auszie-