zur chem. Untersuch, der Körper überhaupt. 65
gestellten Versuche lernen wir die Mischenden Der?wandrfchascen der Stoffe untereinander kennen.
H. 78.
Man hat auch gesucht, aus den Auflosungen derKörper die Stufen der Verwandtschaften zu bestimmen(H. 49.), und die verschiedenen Grade der Anziehungen;und so durch sie ein allgemeines Gesetz für die Wahlver-wandtschaften auszusinden. In verschiedenen Fallen fin-det man wirtlich, daß sich ein gemeinschaftliches Aufiö-sungSmittel mit einem Körper desto schneller vereiniget,se naher es damit verwandt ist, und Herr siOenzel fol-gert daraus das allgemeine Gesetz: Die Verw andt--fchaft der 2xö;per m:r einem gemeinschaftlichenAuslöfungsmitccl verhalte sied umgekehrt, w:e dieZewen der Auflösimg. Indessen bestätigt die Erfah-rung die Allgemeinheit dieses Satzes keineöweges, wiewir in der Folge erst beweisen können. Herr 2silrwanhingegen zieht aus noch mehrcrn Erfahrungen für meh-rere Körper das Gesetz: daß sich die Verwandtschaftderselben mir eurem gemcmlchaftl:cheuAuflöfungssniwrel wie d:e Menge des davon aufgelösten Aörspers verhalte- Nach diesem Gesetze würde man sehrbequem die Grade und Stufen der Anziehung durch Zah-len ausdrücken können; wenn es nur durchachens undallgemein mit der Erfahrung übereinkäme. Diese bestä-tigt vielmehr : daß die Anziehung der Aörper gegencm gcmclnjchafrilches Auflösungsm!lr..'l, und alsodw Stufenfolge der einfachen 'Wahlverwandtschaftweder ihrer ctgemhümlichen Dichtigkeit, noch denZeiten der Auslosung, noch der Menge, m wichcbcr sie aufgelöst werden, entspricht; sondern sichnach der cigenchümlichen HAarur eines jeden ^Kör-pers richtet, und also jedesmal durch Erfahrunggesiindcu werden muß.
Akens Chemie, l. Th> ^ lNkenzels