56 I. Abschnitt. Nöthige Vorkenntnisse
Me Hypothese, nach welcher man die Theile des Auflösungs-MittelS die Gestalt von kleinen Keilen oder Spitzen haben läßt,welche in die Zwischenräume des aufzulösenden Körpers ein-dringen und seine Theile auseinander treiben, bedarf wol kei-ner weitem Widerlegung.
§. 61.
Das erste Geseh der Auflösung ist: Zwep festeKörper können sich einander nicht auflösen, sondern esist vielmehr bey /oder Auflösung nöthig, daß wenigstensder eine Körper sich im Zustande der Flüssigkeit befinde.Im ersten: Falle lst nemiich die Summe der Cohasions-krafte ihrer respectiven gleichartigen Theile größer, alsdie Summe ihrer Verwandtschaften. Daher muß alsoerst immer, wenigstens be» Emen: Körper, die Coha-sion seiner gleichartigen Theile in einem so hohen Gradeaufgehoben werden, daß er fisissiA sep, ehe eine Auflö-sung vor sich gehen kann. Schon in der altern Chemieharte man daher den Grundsah: cc>rpni-g non »l-um,«ist üuielu. Selbst zwey feste Körper von gleicher Artkönnen sich nicht unter einander zu einen: homogenenGanzen vereinigen, wenn sie nicht vorher erst in den flüs-sigen Zustand verseht worden sind. DieZusammenhau-funghH. 28.) kann daher nicht bey allen Körpern durchmechanische Mittel geschehen.
§- 62.
Man unterscheidet hiernach Auflösungen auf nassfem Wec^c (folutinnc-z kiumiäge, viu kiumicM ) undAuftojünFen auf rrsc?nem (lolutionk-5 kieess,viu siccu). Beil jenen ist von den"sich auflösenden Sub-stanzen wenigstens Eine schon an und für sich im tropf-barflüssigen Zustande; bey diesen hingegen sind die sichauflösenden Körper an und für sich fest, und müssenerst durch Hülfe des Feuers oder durch Schmelzen in
den