Druckschrift 
2 (1837)
Entstehung
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Schiussworte.

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Miß ^

M« ^Vann ich einerseits mit dem frohen Bewußtsein von dem Leser

lisch Abschied nehmen, daß ich mehr ihm gegeben als auf dem Titelversprochen habe, so muß ich andernseits bedauern, meine schönsteHoffnung: Die Aufstellung einer Europäischen Klostergeo-graphie und Ordensstatistik, vor der Hand vereitelt zu sehen.Halbes oder sehr Lückenhaftes darüber zu geben, scheint mir ganzzwecklos, nur das Ganze hat historisches und philosophisches Interesse.

Herrn Professor Palmblad in Upsala verdanke ich sehr schätz-bare Nachrichten über das Mönchswesen in Schweden; meinemi Studienfreund Luis Nodriguez Nunez zu Sevilla viele schöneDetails über die spanischen Königreiche. Aber seinem historischenEifer entriß ihn plötzlich die Vaterlandsliebe, er zog für den kon-stitutionellen Thron zu Feld, ich weiß nicht ob er noch lebt. HerrnMartine; de la Rosa darf ich bei dem ihn so sehr beschäftigen-den politischen Zustand, noch größere Gefälligkeiten nicht zumuthen,will ich nicht mir selbst unbescheiden erscheinen. Freund JohnCecil Towly sandte mir mit den gründlichsten Nachweisungenüber sein unglückliches Vaterland Irland — dieses Reich der Dom-herren — beinahe vollständige Notizen über England und Schott-land. Ein großer Theil Italiens liegt in meiner Mappe. DieHerren Oberbibliothekare Hofrath Jacobs zu Gotha und Jack zuWamberg versahen mich mit ihrer gewohnten Liebenswürdigkeit mitAllem was der große Reichthum der hiesigen Bibliothek nicht ent-hielt und ich darf hoffen, das noch Fehlende in Güttingen undWolffendüttel zu finden, damit die Kunde über Deutschland ganz -vollständig werde. Frankreich, Helvetien, Ungarn sind ziemlich imReinen, aber die Türkei, alle russischen Gebiete, Danemark, Is-land und ein Theil Niederlands liegen noch sehr im Argen. Dort-her ist die Hülse nicht so leicht, und ich muß mich wohl daraufgefaßt machen, daß ich noch eine Sylvesternacht feiere, bevor allesNöthige zur Vollendung dieser Geographie zusammengebracht sein wird.

Was ich in der Vorrede gesagt, glaube ich zum Schluß wie-derholen zu müssen: Ick wollte für keine Partei und für keine An-sicht unserer Zeit schreiben, sondern bemühte mich, alle Erscheinun-gen von dem Standpunkt und mit den Augen ihrer Zeit zu be-trachten, weil ich hierin einen Theil der historischen Treue suche und