Druckschrift 
2 (1837)
Entstehung
Seite
208
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Aus Höhlen zischten Drachenz am AltarFloß Menschcnblut dem Wodan. Oede lagDas Feld umher in trägem Sumpf und Moor.Der armen Hütte ärmste Nothdurft wardWon hartgehaltnen Knechten arm bestellt. —

Da wagten aus entfernten Landen sichWon Gott erweckte Männer in das GraunDer alten Nacht» durchwanderten das Land,Arm, einsam, unbekannt, verfolget. DaWersuchte sich Beatus über'n See;Der ungestüme schwieg vor ihm. Er tratWor eines Drachen Kluft; der Drach' entfloh,Und lies die Höhle jetzt zur Wohnung ihmUnd seinein Freund Ach ates. — LuciusAus Königsstamw und jetzt ei» Wanderer,

Zwang Anerstier' in's Joch; und FridolinBracht' aus der Gruft den Tvdte» vor Gericht,Mit ihm zu zeugen.

Daun verschaffeteDe r Orden Bcnedikt's der Sonne Raum,Die Erde zu erwärmen. Wessen HandHat diesen Fels durchbrochen? diesen WaldGelichtet? jenen seucheschwangern PfuhlUMdämmt, und ausgehackt die WurzelknotettDer ew'gen Eichen? Wer hat dieses MoorZum Garten umgeschaffen , das in ihmItalien, und Hellas, AsienUnd Afrika jetzt blühet? War es nichtGottsel'ger Mönche ämsig harte Hand?

Und wie den Boden, so durchpflügctenSie wildre Mcnschenseelen. Manchen UhrBelegt' ein Heil'ger mit dem sanften JochDes Glaubens. Mancher Drache flog, besprocheUWom mächt'gen Wort, lautzischend i» die LuftZur Ruh der ganzen Gegend. Leo gingDem Attila, und manchem Giselar,Und Gibich, Gvdemar und Gunthar gingEi» Bischof fromm entgegen, sprach mit ihmSo lange, bis der Dämon von ihm floh;Die freche, starre Geisel Gottes wardUm's heil'ge Kreuz gewunden. BilligkeitUnd Milde trat im schlichten Mönchsgewand,Im Waldeskittel, wie im PriesterschmuckHin vor den Thron und in's Gewühl der Schlacht,Trat zwischen die Zweikämpfer, in den RathDer Ritter, und in's Haus- und Brautgemach»Versöhnend, schlichtend, sanftverständigend.Dem Knecht entfiel die Kette. MenschenkaufUnd Menschendiebstahl traf des Bannes Fluch. —Wie Tempel und Altar, so ward auch Heerd'Und Eh' befriediget. Gedrückte walltenZur Stätte des Erbarmens. Hungernde,

Verfolgte, Kranke flohn zum heil'gen Raum,Erflehend Gottes Frieden, der am Bett