Von der Erde insbesondere. 669
Ioh. Gottsch. wallcnus Hydrologie, übers, vonIoh. D^n. Denso. Berlin »7ZI. 8.
§. 6yZ.
Wenn man an einem Otts in der Erde eineGrube mache, so sammele sich das Wasser ausden benachbarten Stellen darin an; Quellen,die nicht weit davon vorbei) fließen, ziehe sichdahin, und so enrstehen die gegrabenen Brun-nen. Man kann sie ollerwares anlegen, aberam ergibiqstsn müssen sie frevlich in wasserrei-chen Gegenden feim. Bi?weilen sir-dee manschon in einer Tiefe von fünf bis sechs FußWasser, bieweilen maß man wohl 200 biszoo Fuß darnach graben.
§. 6yg.
Mehrere zusammenfließende Quellen machenBäche, mehrere Bachs einen Fluß, der sichauf eben die Weile, wie er entstehe, auch an-sehnlich vergrößern kann. Die mehrsten undgrößien entstehen zwischen hohen Gebirgen.Die größten Flüsse finden sich in Amerika, wiez. B- der ungefähr 6oc> Meilen lange Ama-zonenfluß, der S. Lorenzfluß, der Plaeafluß.In Europa ist wohl die Wolga der größte Flußund über goo Meilen lang, nachstdem dieDonau. Das Wasser fließt in den Flüssennatürlicher Weise allemnhl nach den niedrigstenGegenden zu, und daher rühren die Krümmun-gen, die sie meistens machen.
§. 695.