670 Xlll. Abschnitt.
S- 695.
Die Geschwindigkeit des Stroms richtetsich nicht immer nach der Abhängigkeit des Bo-dens des Flusses; die Donau kann nicht wohlso abhängig seyn als der Rhein und der Po,und fließt doch viel geschwinder. Die geschwin-desten Flusse sind der Tiger, der Indus, dieDonau. Das Wasser steht in der Mitte desStromes manchmahl um ein Beträchtliches höherals an den Seiten, wegen der Geschwindigkeitmit der es fließt; aber nahe bey dem Ausflüssedeck Stromes ist die Oberfläche desselben in derMitte hohl, denn an den Seiten steigt dasMceewasser am stärksten auf. Übrigens ist dieTheorie von dem kaufe der-Flüsse und ihremAustreten weitläufig und noch mancherleySchwierigkeiten unterworfen, daher ich michhier nicht besonders damit beschäftigen kann.
§. 696.
Es gibt auch Flüsse, die sich unter der Erdeverlieren und hernach anderwärts wieder aus-brechen ; vielleicht verschwindet das Wunderbarehiervon bey genauerer Untersuchung eben so,wie es bey der Rhone verschwunden ist. EinArm vom Rheine verliere sich sogar in den Nie-derlanden gänzlich im Sande, und das ihun inwärmern Gegenden mehrere Flüsse, nachdemsie erst kleine Sümpfe gebildet haben. VieleStröme treten jahrlich zu gewissen Zeiten aus;die Überschwemmung, welche der Nil im Som-
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