Von der Wärme und Kälte. Z97
Thermometer; denn das Quecksilber dehnt sich inder Hitze des siedenden Wassers nicht um 0,080,sondern ohngefähr um 0,015 eines Raumes aus,den es in der natürlichen Gefricrkälte erfüllte.Ein wahres ReaumurischeS mit Weingeiste, undein sogenanntes ReaumurischeS mit Quecksilber ge-fülltes Thermometer zeigen daher auch in eiuerleyWarme nicht einerley Grade.
Dieses rührt nicht von der geringern Ausdehnung desQuecksilbers durch diese Wärme her. sondern dao.vndaß der Weingeist bey seiner Ausdehnung zwischendiesen Puneten nuder» weseize» folgt. Diesesfalschlich sogenannte Rcaumuische Thermometerist eigentlich das von De Luc der diese Eintheilunzaus einer Absicht wählte, die man bey cincmTher-mometcr zu allgemeinem Gebrauche gar nie oderselten hat. L.
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Die Einrichtung des Delislischen Thermo-meters ist fast die nämliche, wie bei) dem Reau-murijchen. Delisle findet, daß sich das Queck-silber in der Hitze des siedenden Wassers um0,0155 des Raums ausdehne, den es in natürli-cher Gefrierkalte einnimmt: nach anderer Bestim-mung sind es 0,0158; 0,0150; 0,0158 oder 0,0166.Er hat also auf seinem mit Quecksilber gefülltenThermometer zwischen dem natürlichen Gefrier»puncte und dem Siedepunkte des Wassers 15;oder 150 Grade, und zählt sie von oben herunter,so daß sein Thermometer im siedenden Wasser 0,in der natürlichen Gefrierkälce des Wassers 15zoder 150 Grade zeigt.
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