ZL2 IX. Abschnitt.
ren des Dachtcs bis zur Flamme hinaufsteigt, sowird das darin bestndliche zum Brennen Geschicktedurch die Hitze so ausgedehnt, daß es ebenfallsTheile der Flamme abgeben kann. Eine zu großeMenge von Oel oder Wachs würde, wenn siezufließen könnte, die Hitze vielmehr vermindernund die Flamme auslöschen, weil sie nicht so ge-schwind stark genug erhitzt werden könnte. Des-wegen brennt auch Wachs, Talg oder Oel nichtohne Dacht; (nemlich nicht eher, bis eö so sehr er-hitzt wird als es in dem Dacht ist L,.), der Wein-geist thuk es, weil er durch einen weit geringer»Grad von Hitze in Dampfe verwandelt wird;vielleicht auch mehr Brennbares enthält.
§. 441.
Der Dacht ist also bey einer Kerze oder lampeein wesentliches Stück, das dazu dient das Fettoder Oelzuzusühren, welches eigentlich die Flammeunterhalten muß; er wird aber mit der Zeit selbstzu diesem Geschäfte unbrauchbar, wenn er ent-weder durch die Flamme selbst verzehrt wird, oderwenn unreine Theile des UnfchlitkeS die Haar-röhrchen in demselben verstopfen, in welchen da-her die weitere Nahrung der Flamme nicht mehraufsteigen kann. Hieraus fleht man die Unmög-lichkeit eines ewigen Dachces bey den gewöhnli-chen unreinern Oelen ein; noch vielmehr fallt dieThorheit eines ewigen Lichtes, das gar keineNahrung gebraucht, in die Augeg.
8- 442.