Von der Wärme und Kälte. z8z
§. 442.
Keine Flamme kann in einem luftleerenRäume fortdaurenja sie verlischt sogar, wenndie Luft um sie herum nicht immer erneuert wird.Man weiß gegenwärtig mit Gewißheit, daß dieLust der Flamme den Dienst leistet, daß sie dasWasserichte und andere Theile, die sich etwa mitin der Flamme befinden, und selbst zur Bildungderselben nichts beylragen können, auflösen undfortführen muß, damit diese Theile die Flammenicht auslöschen. Aber vielleicht muß auch diejust die Theile der Flamme selbst bey einandererhalten, damit sie sich nicht zerstreuen, ohne einsFlamme zu bilden. Hieraus laßt sich begrei-fen, warum in der Kalte eine Flamme lebhaf-ter brennt, als in der Hitze.
Fixe Luft, oder phiogistische oder ilistammablelc, würdedie Flamme eben so gut zusammen halten und diewasserichten Theile fortführen, als die atmosphä-rische und dennoch verlischt ein Licht in denselbenaugenblicklich. Alles dieses wird unten bey derTheorie viel einfacher und natürlicher erklärtwerden, e,.
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Auch lehrt die Erfahrung, daß Luft, worineine Flamme ausgebrannt ist, eine Verminde-rung ihres Inbegriffs (volumon) dadurch erlei-det, und nur dadurch aufs Neue geschickt ge-macht wird, abermals eine Flamme in sich bren-nen zu lassen, daß Pflanzen eine Zeit lang in ihrgewachsen sind. Thiers können dergleichen Lust,
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