Druckschrift 
Anfangsgründe der Naturlehre
Entstehung
Seite
276
Einzelbild herunterladen
 

276 Vlll. Abschnitt.

stehe aus einer Menge harter dicht an einanderliegenden Kügelchen; ein leuchtender Korperschlage gegen die unmittelbar auf seiner Oberflächeliegenden Kügelchen, und dieser Schlag pflanzesich durch die ganze Reihe von Kügelchen bis zuunserm Auge fort, werde von demselben empfun-den, und hierin bestehe das Sehen. Allein würdenicht, wenn die Materie des Lichtes von dieserBeschaffenheit wäre, die Bewegung dieser Kü-gelchen in dem Falle sehr unordentlich werden,und das Licht sich nach allen Seiten ausbreiten,wenn eines von diesen Kügelchen irgendwo einenWiderstand fände? wie doch wirklich nicht ge-schieht. Zudem wird sich auch in der Folgezeigen, daß zu der Ausbreitung des Lichtesdurch einen Raum eine gewisse, obgleich ge-ringe Zeit erfordert wird, welches mit CallesHypothese durchaus nicht bestehen kann.

§- Zir.

Aber diese Schwierigkeiten lassen sich he-ben, wenn man sich mit Euler eine höchstfeine, flüssige und dabey elastische Materie ge-denkt, die allerwärtö ausgebreitet ist, und aufderen Theile die leuchtenden Körper, indem siezittern, eben so schlagen, wie die SchallendenKörper bey ihrem gröbern Zittern auf die grö-bere Luft schlagen (l^llem» vibrationis Lb.).Diese feine Materie nennt man auch Aether.Euler zweifelt ob dieser Aülher schwer sey, er

hall